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Nachfrage (Mikroökonomie)

Inhaltsverzeichnis.

Nachfrage ist in der Wirtschaft die Menge jeder Art von Gütern und Dienstleistungen, die Wirtschaftssubjekte durch Kauf mit Hilfe von ausreichender Kaufkraft zu . Unter Nachfrage versteht man in der Mikroökonomie die Menge jeder Art von Gütern und Dienstleistungen, die ein Wirtschaftssubjekt zu einem bestimmten Preis im Austausch gegen Geld oder andere Güter bereit und fähig ist zu erwerben.

Die Nachfrage kann relativ elastisch, relativ unelastisch, vollkommen elastisch oder auch vollkommen unelastisch sein:. Die Einkommenselastizität der Nachfrage gibt an, wie sich die nachgefragte Menge bei Einkommensänderungen ändert. Erhöhen sich die Einkommen, nimmt die Nachfrage nach so genannten normalen Gütern zu die Elastizität ist positiv.

Der Elastizitätswert gibt an, in welchem Umfang sich die nachgefragte Menge erhöht. Bei inferioren Gütern ist die Elastizität der Einkommen negativ. Die Bedürfnisse werden auch als latente Nachfrage bezeichnet, die manifeste Nachfrage ist die tatsächliche Marktentnahme. Andere Konsumenten weiten möglicherweise ihren Verbrauch aus.

Die höchste Aggregationsebene der Nachfrage ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einer Volkswirtschaft. Sie teilt sich auf in die Nachfrage auf Teilmärkten wie beispielsweise die Güternachfrage Gütermarkt , Geldnachfrage Geldmarkt , Kapitalnachfrage Kapitalmarkt , Arbeitsnachfrage Arbeitsmarkt oder die Binnennachfrage eines Binnenmarkts im Gegensatz zur Exportnachfrage.

Die Wirtschaftstheorie erfasst das Nachfrageverhalten durch Nachfragefunktionen , die die Beziehung zwischen Nachfrage und Preis ausdrücken. Regelfall ist dem Gesetz der Nachfrage zufolge, dass die Nachfrage nach einem normalen Gut abnimmt, wenn sich sein Preis erhöht. Als Nachfrageeffekte kennt man die Verhaltenseffekte von Nachfragern wie den Bandwageneffekt Mitläufereffekt , Snobeffekt gegenläufiges Nachfragerverhalten , Veblen-Effekt Prestigekonsum sowie das Giffen-Paradoxon Sonderform der inversen Preiselastizität bei inferioren Gütern.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Als nachfragende Wirtschaftssubjekte kommen Unternehmen , Privathaushalte sowie der Staat mit seinen Untergliederungen in Frage. Mikroökonomisch betrachtet wird die Güternachfrage durch Güterpreise, durch die Preise von allen anderen Gütern im Warenkorb , durch das Einkommen und von den Präferenzen der Käufer bestimmt.

In der Regel geht man davon aus, dass — ceteris paribus — ein systematischer Zusammenhang zwischen den Preisen, dem Einkommen und der nachgefragten Gütermenge besteht. Dieser Zusammenhang wird in Nachfragefunktionen oder Nachfragekurven dargestellt.

Diese ordnen üblicherweise bei gegebenem Einkommen jedem Preis die bei ihm nachgefragte Gütermenge zu. Veränderungen des Einkommens führen zu Verschiebungen der Nachfragekurven. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage schafft das Marktgleichgewicht. In einem einfachen Nachfragemodell wird von einem einfachen homogenen wirtschaftlichen Gut ausgegangen.

Es wird bei den meisten Gütern dem Gesetz der Nachfrage folgend angenommen, dass bei steigendem Preis die Nachfrage zurückgeht; die Nachfragekurven verlaufen also fallend. Wie stark die Preissteigerung auf die Nachfrage durchschlagen wird, misst man mit Hilfe der Preiselastizität der Nachfrage, die folglich üblicherweise negativ ist Sonderfall z. Giffen-Paradoxon , siehe auch Nachfrageverhalten weiter unten. Während sich ein fallender Verlauf der Nachfragekurven für die Nachfrage nach Produktionsfaktoren aus der neoklassischen Theorie der Unternehmung herleiten lässt, folgt die fallende Nachfrage nach Konsumgütern nicht aus der neoklassischen Theorie der Haushalte, da die Existenz von Giffen-Gütern nicht ausgeschlossen werden kann.

Unter den üblichen Annahmen der mikroökonomischen Theorie lässt sich allerdings nachweisen, dass Haushalte ihre Nachfrage nach einem im Preis steigenden Produkt vermindern, wenn ihr reales Einkommen konstant gehalten wird, d.

Der Zusammenhang zwischen Nachfrage und Einkommen wird durch die Einkommenselastizität der Nachfrage beschrieben.

Dieser ist üblicherweise positiv, d. Bei lebensnotwendigen Gütern ist sie aber kleiner als 1 Engelsches Gesetz: Steigt das Einkommen um 10 Prozent, steigt beispielsweise die Nachfrage nach Lebensmitteln um 7 Prozent.

Negative Einkommenselastizitäten weisen inferiore Güter auf, bei denen bei gegebenen Preisen und steigendem Einkommen die Nachfrage sinkt.

Ob sich die von der Theorie unterstellten Nachfrageverläufe für bestimmte Konsumgüter auch empirisch beobachten lassen, ist umstritten, da man am Markt nie die Nachfrage als solche beobachten kann, sondern nur Marktergebnisse , die sich aus dem Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage ergeben sog. In der neoklassischen Preistheorie wird angenommen, dass unter Wettbewerbsbedingungen partialanalytisch der aktuelle Preis eines Gutes durch die Schnittstelle der Gesamtangebots- und Gesamtnachfragekurve für dieses Gut bestimmt wird.

In der neoklassischen Theorie ergibt sich die Nachfrage aus der Maximierung des Nutzens der Privathaushalte , woraus sich die Konsumgüternachfragekurven ergeben, und der Maximierung des Gewinns der Unternehmen , woraus sich die Faktornachfragekurven ergeben.

Closed On:

Bei inferioren Gütern ist die Elastizität der Einkommen negativ. Regelfall ist dem Gesetz der Nachfrage zufolge, dass die Nachfrage nach einem normalen Gut abnimmt, wenn sich sein Preis erhöht.

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