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Marktnachrichten Schlagzeilen.

Der Ölpreis neigt spätestens seit Anfang der Woche zur Schwäche, nachdem es seitens der US Administration hieß, Rohölpreisprognose. Allerdings zeigen die vorangegangenen Überlegungen, dass es kaum eine verlässliche Rohölpreisprognose geben kann, Spätestens nach dem 1. Oktober.

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Verlangsamung, aber keine harte Landung 16 Statt bereits im September wird ein erster Zinsschritt nun wohl erst im März auf dem Programm stehen. Gestützt wird unsere Einschätzung durch den nach unten korrigierten Wachstums- und Inflationsausblick und die Sensitivität unserer modifizierten Taylor-Regel. Erst wenn sich dieses Niveau als nachhaltig erweist, ist mit einem ersten Zins- schritt zu rechnen. Der ersten Anhebung im März des kommenden Jahres Einlagenzinssatz: Einlagenzinssatz und Refi-Satz folgen.

Die Zinsen werden also wohl erst wieder erhöht, nachdem Mario Draghi aus dem Amt ausgeschieden ist. Dieser dürfte wohl auch wenig Interesse an ei- ner ersten Zinserhöhung noch vor seiner Amtsübergabe am Vielmehr dürfte er alles in seiner Macht Stehende tun, um seinen Nachfolger auf die Normalisierung der Geldpolitik vorzubereiten. Dass mit dem Wechsel an der EZB-Spitze auch quasi automatisch ein geldpolitischer Kurswechsel erfolgte, dürfte sich als Trugschluss erweisen.

Stattdessen wird die Bank wohl weitge- hend an ihrer Reaktionsfunktion festhalten. Für einen früheren Zinsschritt spräche aus konjunktureller Sicht eine Aufwärtsrevision der Wachstums- und Inflationsprognosen, etwa wenn sich der schwache Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe wieder an das robustere Pendant für den Dienstleistungssektor annähert oder die höheren Löhne stärker auf die Verbraucherpreise durchschlagen.

Ebenso denkbar sind konjunkturunabhängige Gründe. Wirklich überzeugen vermag das Eigenkapitalargument angesichts verbesserter Kapitalquoten und der potenziellen Sprengkraft systemrelevanter Banken für die Politik aber nicht. Die mit einer Erhöhung des Einlagenzinssatzes einhergehende Einengung des Korridors hingegen hätte durchaus Vorteile.

Auch die Kreditvergabe würde de facto gelockert und das Ende der Nettoanleihekäufe entsprechend kompensiert. Bei einer technischen Erhöhung des Zinssatzes für die Einlagefazilität sänken die Opportunitätskosten der vom Liqui- ditäts-Rollover betroffenen Banken. Um restriktivere Finanzierungsbedingungen zu vermeiden, müsste eine derar- tige technische Anpassung aus dem Straffungszyklus gelöst werden. Eine Mög- lichkeit wäre eine technische Erhöhung des Einlagenzinssatzes bei gleichzeiti- ger Anpassung der Forward Guidance, z.

Verlangsamung, aber keine harte Landung 17 Dezember Ausblick Deutschland Deutsche Industrie: Das Jahr war auf Monatsebene von hoher Volatili- tät der Industrieproduktion um einen Seitwärtstrend geprägt. In Summe stieg die Industriepro- duktion zum fünften Mal in Folge. Insgesamt profitierte die Industrie von einem noch recht hohen Auf- tragsbestand. Für die exportorientierten deutschen Industrieunternehmen waren die geo- und wirt- schaftspolitischen Rahmenbedingungen herausfordernd.

Die Handelskonflikte, die Unsicherheiten rund um den Brexit, die italienische Haushaltsdebatte oder Währungsturbulenzen und politische Unsicherheiten in vielen Schwellenländern seien hier beispielhaft genannt.

Hinzu kommt, dass der nominale handelsge- wichtete Euro-Wechselkurs im Verlauf von tendenziell gestiegen ist, was die deutschen Exporte verteuert. Im Durchschnitt von dürften die deutschen nominalen Wa- renausfuhren wohl leicht gesunken sein. Ein kräftigeres Minus wurde durch die stark gestiegenen deutschen Ausfuhren nach China kompensiert. Geopolitische Unsicherheiten und geringere gesamtwirtschaftliche Dynamik Es spricht derzeit wenig dafür, dass die geo- und wirtschaftspolitischen Risiken im Jahr deutlich abnehmen.

Dass bereits in den Hintergrund gerückte Konflikte wieder aufbrechen können, zeigt aktuell das Beispiel der Ukraine- Krise. Die anhaltenden Unsicherheiten wirken dämpfend auf die Investitionsneigung in Deutschland und wichtigen Exportmärkten. Ohnehin ist der globale Konjunkturzyklus weit vorangeschritten. Die Dynamik dürfte jedoch in vielen wichtigen Absatzmärkten der deutschen Industrie nachlassen, nicht zuletzt im Euroraum und in Deutschland selbst.

Sollte sich unsere Erwartung eines im Jahresverlauf von stärker tendierenden Euro auch gegenüber dem US-Dollar bestätigen, würde auch die Währungsseite die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Industrie belasten. Trotz der genannten Aspekte halten wir ein Abrutschen in eine Rezession aus heutiger Sicht für wenig wahrscheinlich.

Dies gilt auch für die Industrieproduk- tion. Verlangsamung, aber keine harte Landung 18 Dezember Ausblick Deutschland Stimmung eingetrübt, aber noch positiv — Kapazitätsauslastung gesunken Die jüngste Entwicklung der ifo-Erwartungen passt zu unserer Prognose, nach der sich die Industriekonjunktur abkühlt, eine Rezession aber ausbleibt.

So lie- gen die Geschäftserwartungen am aktuellen Rand, trotz der genannten Risiken und der geringeren wirtschaftlichen Dynamik, noch immer leicht im positiven Be- reich. Hinsichtlich ihrer Produktions- und Exportaussichten sind die Industrieun- ternehmen sogar noch optimistischer.

Es mag sein, dass die Unternehmen die Risiken so lange als weitgehend irrelevant für ihre Geschäftsentwicklung einschätzen, wie die Auf- tragslage noch zufriedenstellend ist. Die Stimmung könnte sich in den kommen- den Monaten aber schnell verschlechtern, wenn aufgrund von belastenden wirt- schaftlichen und politischen Rahmenbedingungen die Nachfrage sinken sollte.

Während die Kapazitätsauslastung vom 2. Quartal bis zum 1. Quartal stetig zunahm, sank sie seither drei Quartale in Folge. Dennoch lag sie zu Beginn des 4. Mit der sinkenden Auslastung dürfte das Investitionsmotiv der Kapazitätserweite- rung im Verlauf von an Bedeutung verlieren.

Denn einige deutsche Autohersteller hatten die Produktion in manchen Fabriken für einige Tage ruhen lassen, u. Aber die konjunkturellen Rahmen- bedingungen für die Autoindustrie sind ebenfalls herausfordernd. Der Maschinenbau und die Elektrotechnik in Deutschland bekommen und den national und international fortgeschrittenen Konjunkturzyklus, den re- lativ starken Euro sowie die geringere Nachfrage wichtiger Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie zu spüren.

Dies war der mit der Abstand stärkste Zuwachs in einer ohnehin dynamischen Branche seit der Wiedervereinigung. So dürften die nomina- len Warenausfuhren von pharmazeutischen Produkten im Jahr mit zwei- stelliger Rate expandiert sein.

Unter dem Strich fällt es jedoch durchaus schwer, diese enorme Dynamik in der Branche zu erklären. Für rechnen wir mit ei- nem Produktionsplus in der Pharmaindustrie von rd. Verlangsamung, aber keine harte Landung 19 Grundsätzlich ist die Chemie eher eine frühzyklische Branche.

Die konjunkturelle Abkühlung dürfte sich hier also stärker bemerkbar machen als in Sektoren, die typischerweise einen zeitlich verzögerten Konjunkturverlauf aufweisen. Hinzu kommen strukturelle Entwicklungen in der Chemiebranche: Der Kapitalstock schrumpft hier seit Jahren wegen unzureichender Investitionen in die heimischen Fabriken.

Diese Investitionszurückhaltung ist aus unserer Sicht nicht zuletzt auf die Unsicherheiten rund um die deutsche Energie- und Klimapolitik zurückzuführen.

Die Branche kann sich z. Dabei schnitt die Herstellung von Metallerzeugung — wie schon im Durchschnitt der Vorjahre — besser ab als die vorgelagerte Metallerzeugung und -bearbeitung. Die Exportquote liegt zwar deutlich unter dem Durchschnitt des gesamten Verarbeitenden Gewerbes; sie ist jedoch in den letzten Jahren recht stetig gewachsen Auf den ersten Blick hat die konjunkturelle Abkühlung in der Industrie bei den Preisen also noch keine Spuren hinterlassen.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Zunahme der Erzeugerpreis in den letz- ten Monaten auch auf die temporär höheren Ölpreise zurückzuführen ist. Strukturelle Herausforderungen unverändert Die strukturellen Herausforderungen für die deutsche Industrie haben sich im Verlauf des letzten Jahres kaum geändert. Das Thema Industrie 4. Wir rechnen damit, dass die deutsche Industrie dank der Digitalisie- rung der Wertschöpfungskette in den kommenden Jahren ein höheres Wachs- tumspotenzial generieren kann.

Zudem könnte es ihr gelingen, die negativen Ef- fekte der demografischen Entwicklung z. Kurzfristig sind die Unternehmen weiterhin vor allem durch den Fachkräfteman- gel limitiert, der regional und branchenspezifisch immer offenkundiger wird.

Ohne Fachkräf- temangel hätten die Industrieunternehmen im ablaufenden Jahr ihre Aufträge si- cherlich schneller bearbeiten können. Insofern haben die personellen Engpässe 90 11 12 13 14 15 16 17 Chemieindustrie Metallerzeugung Metallerzeugnisse Quelle: Verlangsamung, aber keine harte Landung 20 Dezember Ausblick Deutschland einen Einfluss auf den Konjunkturverlauf.

Auf Platz 2 der wichtigsten Ge- schäftsrisiken folgen die Energie- und Rohstoffpreise, gefolgt von den Arbeits- kosten. Gleichwohl sind Etiketten wie Merkel 2. Sie könnten dazu verleiten, Kramp-Karrenbauer — eine erfahrene, be- reits bei mehreren Wahlen erfolgreiche Politikerin — zu unterschätzen und auch politisch falsch einzuordnen.

AKK erwies sich während ihrer bisherigen Karriere oftmals als durchsetzungsstärker und auch als konservativer als von vielen er- wartet worden war. Inzwischen hat sie wiederholt auch ihre Bereitschaft ausge- drückt, gegebenenfalls das Kanzleramt zu übernehmen. Allerdings erscheint es als sehr unwahrscheinlich, dass dies schon ein Thema sein wird.

Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kramp-Karrenbauer entscheidet, die- ses Amt dann doch nicht zu übernehmen, sondern jemand anderem zu überlas- sen. Gleichwohl kommen auf die Kanzlerin Veränderungen zu. Ein Teil ihrer früheren Macht geht auf die neue Parteivorsitzende über, die wohl kaum nach Vorgaben des Kanzleramtes agieren wird.

Vielmehr hat AKK den Partei- mitgliedern zugesichert, von tradierten Entscheidungsprozessen von oben nach unten abzugehen und mehr auf Mitsprache von unten nach oben zu setzen. Auf dem Weg zu weniger hierarchischen Entscheidungs- strukturen könnten die Wahlgänge in Hamburg und der vorhergegangene inten- sive, offene Wettbewerb zwischen den Kandidaten ein Meilenstein gewesen sein.

Das damit verbundene neue Selbstbewusstsein der Partei könnte auch die Arbeit der Bundesregierung beeinflussen. Nach dem EU-Gipfel am Dezember wird die Agenda der Bundesregierung mit Blick auf Europa und den Euro in den kom- menden Monaten voraussichtlich kaum über das hinausgehen, was beim Tref- fen der Finanzminister Eurogruppe Anfang Dezember beschlossen wurde.

Während der vergangenen Wochen hielt sie sich — wie auch ihre beiden Mitbewerber — mit konkreten, belastbaren Aussagen zur E W U-Politik zurück. W ählen Sie Ihre Umfrage! Verlangsamung, aber keine harte Landung 21 Den Vertrag bezeichnete sie damals als gute Basis für die Arbeit der Groko. Bislang hat sie sich noch von keinem be- deutenden wirtschaftspolitischen Beschluss der Koalition distanziert, auch nicht von dem unlängst verabschiedeten Gesetz zur Einführung eines Rückkehr- rechts aus Teilzeit Brückenteilzeit , das vielen Firmen zusätzlichen Personal- aufwand verursachen dürfte.

Ihre Haltung dürfte auch ihren politischen Hinter- grund reflektieren. Zudem gehörte sie zu den ersten politischen Schwergewichten der CDU, die für einen gesetzlichen Min- destlohn eintraten. Kürzlich betonte sie allerdings, dass der Koalitionsvertrag nicht sakrosankt sei Rheinische Post. Dabei geht es Kramp-Karrenbauer v. Diese Forderung wird vom Arbeitnehmerflügel der CDU und von traditionell orientierten Sozialdemokraten unterstützt; indes passt sie nur bedingt zu Grund- einkommenskonzepten, wie sie etwa vom linken Flügel der SPD und v.

Dies könnte sich als Hindernis für eine Koalition mit den Grünen erweisen, sollte die Groko scheitern. Diese Forderung wurde beim CDU- Parteitag in Hamburg offiziell beschlossen, allerdings mit dem Vorbehalt, gleich- wohl am Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes ohne Schulden festzuhalten. Es erscheint daher als weniger wahrscheinlich, dass Kramp-Karrenbauer die Bun- deskanzlerin drängen wird, die Forderung nach einer umfassenderen Steuerre- form in absehbarer Zeit umzusetzen.

Sie dürften die Groko aber wohl nicht grundsätzlich infrage stellen, zu- mal sich v. Die Perspektive politischer Stabilität hat indes eine Schattenseite.

Refor- men zur Stärkung der Wachstumskräfte dürften weiterhin zu kurz kommen. An- gesichts des Risikos einer stärkeren Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland ist dies umso problematischer. Hingegen könnten schwere Verluste bei den im September in drei ostdeutschen Bundesländern anstehenden Landtags- wahlen für erhebliche Unruhe sorgen.

In einem solchen Szenarium könnte Mer- kel einmal mehr überraschen und auch als Bundeskanzlerin zurücktreten. ARD Deutschland - Trend 6. IfD Allensbach Ausblick Trotzdem ist es als erste Approximation erstaunlich robust, was die extremen Ölpreisschwankungen der letzten anderthalb Jahrzehnte betrifft.

Im Sinne der oligopolistischen Spieltheorie ist der Rohölmarkt gleichsam bistabil. Unter normalen Rahmenbedingungen, d.

Die Ölpreise fallen aufgrund des jetzt einsetzenden Angebotsdrucks in etwa auf die Höhe der vollkommenen Wettbewerbspreise. Fallen diese weg, dann droht eben eine Staatsfinanzkrise.

Diese betrifft in der Regel insbesondere diejenigen Länder, die relativ zu anderen Ländern höhere Produktionskosten bei der Erdölgewinnung aufgrund der geologischen Gegebenheiten hinzunehmen haben, und, die gleichzeitig diese Monopolrenten zu einem erheblichen Teil zur Finanzierung ihrer laufenden Staatsausgaben einsetzen. Wegen dieser Konstellation kann aber muss Saudi Arabien nicht seine Angebotsmengen reduzieren. Damit wird man quasi zu einem Stackelberg-Spieler, d.

Warum kam es jetzt aber im vergangenen Jahr zu diesem dramatischen Einbruch bei den Rohölpreisen? Vorangegangen war der Marktzutritt eines neuen Spielers in den Rohölmarkt. Nicht zuletzt deswegen brachen insbesondere die Exporte von Rohöl aus den übrigen ölproduzierenden Ländern in die USA ein.

Da diese neue Fördertechnologie jedoch nicht nur in den USA eingesetzt werden kann, wo vorher die mit traditionellen Fördermethoden vorhandenen Ölfelder bereits erschöpft waren, können diese nun erneut erfolgreich letztendlich weltweit ausgebeutet werden.

Damit wurde das Angebot an Rohöl schlagartig ausgeweitet bzw. Wie die Debatte um Fracking in Europa insbesondere auch in Deutschland zeigt, gibt es gegen dieses Verfahren jedoch auch erheblich ökologische Bedenken.

Nicht zuletzt wegen diese erst seit wenigen Jahren einsetzenden neuen Konkurrenz durch die USA brach das bisherige Preiskartell schlagartig innerhalb weniger Monate zusammen siehe Abbildung 2. Abbildung 2 — US Ölproduktion von bis Barrel pro Tag nach oben zu schnellen, das entspricht in etwa den Fördermengen der Jahre bis Letztendlich beruht die Weigerung Saudi Arabiens sich den Forderungen der anderen OPEC-Mitgliedsstaaten nach einer überproportionalen Senkung ihrer Fördermengen zu beugen darauf, dass durch den Markteintritt der USA unklar geworden ist, wie sich zukünftig die Weltmarktanteile unter dem neuen Regime der Fracking-Technologie verteilen werden.

Die OPEC wäre dead like a dodo. Man möchte gerne herausfinden ab wann das Rohölangebot der USA nicht mehr steigt bzw. Allerdings hat die Strategie der Saudis einen wesentlichen Haken. Da ein Staatsbankrott jedoch nachhaltige Schäden in den Ländern verursachen, die über den reinen Einnahmeverlust hinausgehen, sondern bis hin zu inneren sozialen Unruhen führen können, die die dortigen Regime gefährden, tritt die Weltwirtschaft in eine Phase hoher Instabilität sowohl des Rohölangebots wie auch der Rohölpreise ein.

Der Autor dieses Beitrags will nicht behaupten erkenne das Ergebnis dieses Ölpreiskriegs und der dadurch verursachten Folgewirkungen. Allerdings zeigen die vorangegangenen Überlegungen, dass es kaum eine verlässliche Rohölpreisprognose geben kann, ohne über die Rolle der Preisgestaltung der unterschiedlichen Regime Cournot-Monopol versus freien Wettbewerb sich Klarheit verschafft zu haben.

Je nachdem in welchem Szenario man sich befindet, kommen völlig unterschiedliche Preisentwicklungen zustande.

Es gilt bekanntlich die alte Regel: Prognosen sind schwierig insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Nach groben Schätzungen wurden innerhalb weniger Tage rund Mrd. Euro durch Verkäufe insbesondere von Staatschuldverschreibungen nach dem Prinzip mark-to-market vernichtet.

Offenbar hat ein Flash Crash an den globalen Bondmärkten stattgefunden, der seinen Ursprung in den Ländern der Eurozone und insbesondere auch in Deutschland hatte. Von dort pflanzte sich dieser Schock danach auf den globalen Bondmärkten fort. Zwar hat es eine geringfügige Korrektur am späten Freitag letzter Woche und zum Wochenbeginn dieser Woche in Deutschland gegeben, aber insgesamt hat auch nach den letzten Zahlen sich der Zinssatz für zehnjährige Bundesanleihen innerhalb weniger Tage trotzdem von rd.

Abbildung 1 — Zinsentwicklung für zehnjährige Bundesanleihen, bis Damit wiederholt sich ein ähnliches Ereignis vom vergangenen Jahr als kurzzeitig in den USA die Bondmärkte ebenfalls drastisch am Dieser kurzzeitige Kurssturz an den US-Bondmärkten konnte auch nachträglich nicht auf fundamentale Ursachen zurückgeführt werden.

Mithin könnten Bondtrader bereits damals dafür verantwortlich gewesen, die mit ihrem Algorithmic-Trading-Programmen eine Kaskade von Verkaufsorders ausgelöst haben, die aufgrund von stop-loss-Regeln in anderen Programmen eine Verkaufskaskade herbeiführten. Genau diese spekulative Attacke auf die deutschen Bundesanleihen geschah dann auch innerhalb weniger Tage. Zwar ist bisher nicht nachweisbar, dass der Janus Global Unconstrained Bond Fund dabei selbst eine zentrale Rolle übernommen hätte, aber Bill Gross übernahm mit seiner öffentlichen Ankündigung genau die Funktion eines Koordinators, der andere zu einer solchen koordinierten Spekulativen Attacke ermunterte.

Wer also weltweit dem Rat von Bill Gross folgte, der konnte innerhalb weniger Tage ein gewaltiges Schnäppchen machen, denn wie gesagt musste er nur mittels ungedeckter Leerverkäufe den Kurs der zehnjährigen Bundesanleihen in den Keller treiben, um dann danach durch Ankäufe die Gewinne aus dem veränderten Zinsspread — wie gesagt Faktor 10 — zu realisieren.

Die Kosten tragen dabei diejenigen, die in der Verkaufspanik ihre Bundesanleihen auf den Markt geworfen hatten und ein temporäres drastisches Überangebot verursachten. Wieviel dieser Verkaufsorders auf ungedeckte Leerverkäufe, d. IOUs zurückgehen, ist derzeit dem Autor dieses Beitrags nicht bekannt. Da der globale Markt für Bonds rund 45 Bill. Nun scheint die globale Community von Investoren bzw. Spekulanten im Zuge einer zunehmenden Unsicherheit über die Richtung der globalen Zinsentwicklung sich selektiv einzelne Teilmärkte vorzunehmen.

Dies lässt auch anerkannte Geldtheoretiker wie Markus Brunnermeier von der Princeton Universität relativ ratlos zurück. Allerdings sieht er in der Aktion von Bill Gross ein mögliches Koordinierungsmittel, d. Als immer noch besonders prominente Persönlichkeit unter den Investoren aus den globalen Bondmärkten verfügt er über genügend Reputation in der Community, um diese hinter sich scharen zu können.

Folgt man der Hypothese der Wallace-Neutralität , dann kann eine Zentralbank kaum nachhaltig mit einer Politik des QE die langfristigen Zinsen am Kapitalmarkt dauerhaft absenken. Nach drei Runden QE unter Ben Bernanke wurde sukzessive deutlich, dass die Effekte der Ankaufprogramme von Mal zu Mal schwächer wurden oder gemessen am langfristigen Verlauf der Zinsstrukturkurve der USA ganz ausblieben und stattdessen die Zinsanstiege sich dort fortsetzten.

Der Zeitpunkt an dem QE noch eine Wirkung auch in der Eurozone hätte entfalten können ist längst vorbei. Es gehört zu den Illusionen der Geldpolitiker der EZB im Zentralbankrat zu glauben, dass man sich mittels massiver Liquiditätsbereitstellung endlos Zeit kaufen könnte, um diese Defizite in der allgemeinen Wirtschaftspolitik hinsichtlich unerlässlicher Strukturreformen auszugleichen.

Dass sogar Deutschland als Musterknabe der Eurozone hinsichtlich Defizitabbau der Staatsverschuldung, hohem Beschäftigungsstand, sogar zu hohen Leistungsbilanzüberschüssen und insgesamt durchaus angemessenem Wirtschaftswachstum wie bereits zuvor auch die USA im vergangenen Jahr sich vor solchen spekulativen Attacken durch die Finanzmärkte nicht schützen kann, sagt einiges über die Risiken für andere Länder aus, die weitaus weniger günstig positioniert sind.

Wenn selbst der vergleichsweise Stärkste sich dagegen nicht behaupten kann, was passiert erst, wenn andere mit schwächerer Konstitution ähnlichen Attacken ausgesetzt sind? Russland musste im vergangenen Jahr die Erfahrung machen, dass man diesen Angriffen der internationalen Finanzmärkte weitgehend wehrlos ausgeliefert ist.

Zuvor war es insbesondere auch die Türkei, die mit einem Zinsschock fertig werden musste als ihnen die internationalen Investoren das Vertrauen entzogen. Abbildung 4 — Zinsentwicklung für zehnjährige türkische Staatsanleihen, bis Danach ging es für die Schweiz in die umgekehrte Richtung als die Schweizer Nationalbank überraschend beschloss ihren Euro-Peg des Schweizer Frankens aufzugeben.

Damit wären sie ein ebenso geeignetes Ziel für eine spekulative Attacke wie zuletzt die deutschen Bundesanleihen. Da man mittelfristig sowieso auch noch mit einer Zinswende insbesondere in den USA rechnet , würde man nur dieser Entwicklung zum Nutzen der daran beteiligten Spekulanten vorgreifen.

Wie bereits der Flash Crash bei den deutschen zehnjährigen Bundesanleihen zeigt, ist dies unter den derzeitigen institutionellen Rahmenbedingungen der Finanzmärkte unmöglich. Was sind schon monatlich 60 Mrd. Euro — wenn diese denn zu platzieren wären — gegenüber Marktbewegungen, die innerhalb von wenigen Tagen Mrd. Das Versagen bei der Reregulierung der globalen Finanzmärkte dürfte uns in den kommenden Monaten noch schwer zu schaffen machen. In einem globalen System des freien unregulierten Kapitalverkehrs und unregulierter Spekulationsmöglichkeiten mittels naked short-selling, dark pools und hoch konzentrierter Marktmacht auf den globalen Finanzmärkten durch Hedgefunds und global agierende Geschäftsbanken kehrt sich das Machtverhältnis Koch und Kellner, d.

Nicht der Staat und seine Institutionen kontrollieren die Finanzmärkte, sondern vice versa die Finanzmärkt treiben die staatlichen Akteure vor sich her. Dieses fundamentale Versagen bei der Neuordnung der Finanzmärkte zeigt sich eben jetzt erneut nach einer gewissen Atempause seit dem letzten globalen Finanzmarkt-Crash. Weil die global frei herumvagabundierenden Finanzströme nicht durch staatliche Institutionen einzelner Staaten selbst denen der USA nicht zu bändigen sind, wird eben die Weltwirtschaft erneut zum Spielball solcher dominanter Spieler auf der Seite der Finanzmärkte.

Die Entscheidung wurde sowohl von den Vertretern der Republikaner und Demokraten einstimmig gefasst. Was am Ende tatsächlich dabei herauskommt ist völlig offen. China ist bestrebt in den zukünftig besonders rasch wachsenden globalen High-Tech-Märkten von Anfang an dabei zu sein.

Diese dienen jedoch nicht nur der Forschung- und Entwicklung entsprechender einheimischer Technologien Stichwort: Mithin liegt der Verdacht auf massive Exportsubventionierung durch die chinesische Regierung auf der Hand. Auch dies dürfte kaum mit den gültigen WTO-Regeln vereinbar sein. Die Lage ist schwierig, da etwa die Hälfte der chinesischen Wertschöpfung ohne den Agrarsektor sich immer noch unter der direkten und indirekten Kontrolle des chinesischen Staates befindet.

Man spricht deshalb unter Experten auch von einem chinesischen Staatskapitalismus. SolarWorld, a maker of solar modules, is seeking duties to offset the practices. Das führt zwangsläufig zu einem asymmetrischen Wettbewerb. Die Auseinandersetzungen dürften im kommenden Jahr weiter eskalieren. Kein gutes Zeichen für die Fortsetzung der ungezügelten Globalisierung wie bisher. Stattdessen nehmen bilateraler Freihandelsabkommen wie beispielsweise zwischen der EU und Südkorea zu.

Austerity oder Deficit Spending, so könnte der Konflikt bezeichnet werden. In Euro sind das 11,11 Billionen Euro.

Eine Staatschuldenquote von voraussichtlich 99 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. November vorlegen soll , um das Staatsdefizit um 1,2 bis 1,5 Billionen US-Dollar abzubauen, wird wohl ohne Ergebnis bleiben.

Paul Krugman feiert dieses Scheitern bereits als Erfolg. Sollten nun demnächst Erwartungen an ein höher als zuvor erwartetes Angebot, aufgrund der abgemilderten Sanktionen, entstehen, könnte dies die Annahme vieler Analysten bestätigen. Seien Sie immer einen Schritt voraus. Etwas harscher dürfte die Reaktion jedoch ausfallen, sofern die globale Konjunktur beginnt sich deutlich abzuschwächen.

In diesem Fall könnten Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Nachfrage stärker fällt als derzeit von den beiden Instituten prognostiziert wurde. Die vielen negativen Anpassungen der Wirtschaftsprognosen deuten bereits in diese Richtung und könnten das aktuelle ohnehin leicht negative Sentiment bestätigen und die Korrektur begünstigen.

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Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Luft wird dünner.

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Es mag sein, dass die Unternehmen die Risiken so lange als weitgehend irrelevant für ihre Geschäftsentwicklung einschätzen, wie die Auf- tragslage noch zufriedenstellend ist. Verlangsamung, aber keine harte Landung 9

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Zudem dürften auch die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen den privaten Verbrauch stützen. Sie haben Benachrichtigungen von David Iusow abonniert.

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