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Urteil des EuGH vom 16.10.2003, C-283/00

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Die Entwicklung und die Durchführung der Programme und der Aktionen, die der durch Entscheidung des Ministerrats gebilligte Die mit der Durchführung dieser Tätigkeiten erzielten Mittel werden zur Finanzierung der im Plan vorgesehenen Tätigkeiten verwendet. April veröffentlicht worden. Mit Schreiben vom In ihrer Antwort vom Auftraggeber im Sinne dieser Richtlinie dar und deren Vorschriften seien daher im vorliegenden Fall nicht anwendbar.

Auf diese Antwort hin richtete die Kommission am 6. Die spanische Regierung antwortete auf diese mit Gründen versehene Stellungnahme mit Schreiben vom November ; darin wies sie die Auffassung der Kommission zurück. Die Kommission ist der Auffassung, dass die von der spanischen Regierung vorgelegte Stellungnahme zeige, dass die in der mit Gründen versehenen Stellungnahme angegebenen Vertragsverletzungen weiter bestünden, und hat beschlossen, die vorliegende Klage zu erheben.

Was das Kriterium des Preises angeht, trägt die Kommission vor, aus dem Lastenheft gehe Folgendes hervor: Die Kommission verweist in diesem Zusammenhang u. Die spanische Regierung unterstreicht in diesem Zusammenhang, dass der Gemeinschaftsgesetzgeber sich dessen bewusst gewesen sei, dass im Privatsektor zahlreiche Unternehmen, auch wenn sie die Form von öffentlichen Unternehmen hätten, trotz ihrer Unterstellung unter den Staat spezifisch ein rein gewerbliches Ziel verfolgten und auf dem Markt nach den Regeln des freien Wettbewerbs und unter den Bedingungen der Gleichheit mit anderen privaten Unternehmen allein mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen, tätig würden.

Nur die Sechste Zusatzbestimmung zu diesem Gesetz beziehe sich ausdrücklich auf diese staatlichen Gesellschaften und verpflichte sie damit zur strengen Anwendung der Bekanntmachungsund Wettbewerbsgrundsätze bei den von ihnen durchgeführten Vergabeverfahren; diese Grundsätze habe die SIEPSA im vorliegenden Fall beachtet. Dieser Ausschluss vom persönlichen Anwendungsbereich der spanischen Regelung über die Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen und damit von der Gemeinschaftsregelung über öffentliche Aufträge erkläre sich dadurch, dass in der spanischen Rechtsordnung die öffentlichen Einrichtungen, die eine privatrechtliche Stellung hätten, eine Kategorie, die durch die unter öffentlicher Kontrolle stehenden Handelsgesellschaften, wie z.

Was insbesondere die SIEPSA angehe, so bestehe die dieser übertragene Hauptaufgabe, nämlich die Errichtung von neuen den Bedürfnissen der Gesellschaft angepassten Strafvollzugsanstalten, aus einer im Allgemeininteresse liegenden Notwendigkeit gewerblicher Art, die dem letztendlichen Ziel diene, einen Beitrag zur Strafvollzugspolitik zu leisten, die ebenfalls unter das Allgemeininteresse falle.

Ihre Merkmale seien diejenigen einer typischerweise gewerblichen Einrichtung, für die sogar das Handelsrecht unbeschadet der u. Durch die Ausübung dieser Tätigkeiten erziele die SIEPSA einen Gewinn, und die Durchführung von Geschäften zur Erzielung von Gewinnen sei eine typischerweise gewerbliche Tätigkeit, die nur von einer Gesellschaft betrieben werden könne, für die die Wettbewerbsregeln des Privatsektors gälten, mit dem sie notwendigerweise in Kontakt treten müsse.

Die Tätigkeit dieser Gesellschaft könne nicht als Verwaltungstätigkeit qualifiziert werden, da ihr Ziel darin bestehe, wirtschaftliche Mittel oder Einnahmequellen wie jeder Unternehmer zu erlangen, und dies selbst dann gelte, wenn diese Mittel letztlich für andere im Allgemeininteresse liegende Zwecke verwendet würden. Die spanische Regierung beruft sich auf Randnummer 47 des Urteils vom Der gewerbliche Charakter dieser Gesellschaft werde ihr nicht deshalb verliehen, weil sie dem Privatrecht unterliege, sondern es sei gerade der gewerbliche Charakter ihrer Tätigkeit, der ihr ihre Merkmale verleihe und bewirke, dass sie dem Privatrecht unterworfen werde.

Wenn es aber genüge, dass die Einrichtung eine im Allgemeininteresse liegende Aufgabe wie die Aufgabe, zum Strafvollzug beizutragen, erfülle, um sie als öffentlichen Auftraggeber zu qualifizieren, dann habe das Kriterium, dass diese Aufgabe nicht gewerblicher Art sein müsse, keinen Sinn. Diese Unternehmen erfüllten auch andere in einem weiter gefassten Allgemeininteresse liegende Zwecke, da sie u. Wenn die Mitgliedstaaten Gemeinschaftsrichtlinien im nationalen Recht umsetzten, seien sie verpflichtet, den Sinn der Ausdrücke und Begriffe, die sich darin fänden, zu beachten, um die Einheitlichkeit der Auslegung und der Anwendung der gemeinschaftsrechtlichen Regelungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten zu gewährleisten.

Wenn das Gesetz Nr. Die SIEPSA sei aber speziell dafür geschaffen worden, eine im Allgemeininteresse liegende Aufgabe nicht gewerblicher Art zu erfüllen, nämlich zur Umsetzung der Strafvollzugspolitik des Staates durch die Durchführung der in dem vom Ministerrat gebilligten Plan zur Amortisation und Errichtung von Strafvollzugsanstalten vorgesehenen Programme und Tätigkeiten beizutragen.

Die Kommission beruft sich auf Randnummer 24 des Urteils vom Sodann weist die Kommission das Vorbringen der spanischen Regierung zurück, dass die Gesellschaften, die wie die SIEPSA auf dem Markt als Unternehmen, für die die Grundsätze des freien Wettbewerbs in gleicher Weise Geltung hätten wie für Privatunternehmen, und mit der Gewinnerzielungsabsicht aufträten, eine rein gewerbliche Zielsetzung hätten und daher vom Anwendungsbereich der Gemeinschaftsrichtlinien über öffentliche Aufträge ausgeschlossen seien.

Diese Gesellschaft biete keine Gefängnisse auf dem nicht existierenden Markt für Strafvollzugsanstalten an, sondern handle als Beauftragte der staatlichen Verwaltung, um diese bei einer typischerweise staatlichen Aufgabe, der Bildung, der Bewirtschaftung und der Abwicklung des mit dem Strafvollzug zusammenhängenden Vermögens, zu unterstützen. Zweitens trenne die spanische Regierung die Aufgabe, Strafvollzugsanstalten zu errichten von der sie ableite, dass es sich um ein Allgemeininteresse gewerblicher Art handle von dem letztendlichen Ziel, das darin bestehe, einen Beitrag zur Strafvollzugspolitik die sie als im Allgemeininteresse liegend qualifiziere zu leisten.

Diese Trennung laufe - abgesehen davon, dass sie gekünstelt sei, da beide Aufgaben eng miteinander verbunden seien - der Argumentation des Gerichtshofes in anderen Rechtssachen zuwider, in denen dieser erklärt habe, dass die Sammlung und die Verwertung von Haushaltsabfällen Urteil BFI Holding oder der Druck von amtlichen Dokumenten der Verwaltung Urteil Mannesmann Anlagenbau Austria u.

Es sei nämlich offensichtlich, dass die Erzielung von Gewinnen in einem solchen Sektor kein Gesichtspunkt sei, den ein Mitgliedstaat als vorrangig ansehe. Würdigung durch den Gerichtshof. Erfolg beginnt mit dem richtigen Experten. Handelsrecht und Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Steuerrecht. Rechtsanwaltskanzlei Schönleber Experte für: Erbrecht, Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht.

Urteil des EuGH vom Grass, aufgrund des Berichts des Berichterstatters, nach Anhörung der Schlussanträge des Generalanwalts in der Sitzung vom 7. November folgendes Urteil 1. Der rechtliche Rahmen Die gemeinschaftsrechtliche Regelung.

Als Einrichtung des öffentlichen Rechts gilt jede Einrichtung, - die zu dem besonderen Zweck gegründet wurde, im Allgemeininteresse liegende Aufgaben zu erfüllen, die nicht gewerblicher Art sind, und - die Rechtspersönlichkeit besitzt und - die überwiegend vom Staat, von Gebietskörperschaften oder von anderen Einrichtungen des öffentlichen Rechts finanziert wird oder die hinsichtlich ihrer Leitung der Aufsicht durch Letztere unterliegt oder deren Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgan mehrheitlich aus Mitgliedern besteht, die vom Staat, den Gebietskörperschaften oder anderen Einrichtungen des öffentlichen Rechts ernannt worden sind.

Dennoch lassen sich heute dank zahlreicher Arbeiten von Kennern und Könnern die literarischen Verläufe dieses Pionierjahrzehnts so gut beschreiben, dass dieses Buch darauf aufbauend in diesem Kapitel einige Dinge wiedergeben kann, die vielleicht selbst manchen Experten bislang noch unbekannt sind.

Um lag die Zahl bereits herausgegebener Postwertzeichen schon bei rund 1 verschiedenen und es deuteten sich erste Probleme nicht nur der Beschaffung, sondern auch der Übersicht an. Gleichzeitig zeichnete sich deutlich ab, dass nicht wenige Marken offenbar wesentlich seltener als andere, andere kaum zu beschaffen waren.

Nämlich das Bedürfnis, diese Erkenntnisse weithin zu verbreiten und allen mitzuteilen, was wenig später zu Funktionen erster Kataloge, aber auch von Publikums- und späteren Fach- Zeitschriften wurde. Die Unterscheidung zwischen Preislisten und Katalogen fällt dabei nicht einfach. Andererseits waren gerade solche Preislisten eine gute Basis, daraus vollständigere Werke, umfassendere Kataloge, nun sogar mit Preisen versehen, zu entwickeln.

Denn unter den ersten Katalogherausgebern, gerade in Paris oder in Brüssel, finden sich namhafte Pionierhändler, die mit Briefmarken ihr Geld verdienten, aber auch Sammler, die eben diese Briefmarken suchen, tauschten und kauften.

Weitere — aus heutiger Sicht ebenfalls wichtige — Unterscheidungskriterien, wie z. Abbildungen, spielten zu Beginn ebenfalls noch keine Rolle.

Solche kamen zwar vergleichsweise schnell in den Folgejahren dazu, aber es gab auch in zahlreichen Ländern noch bis in die er-Jahre Katalogverfasser, die glaubten, darauf verzichten zu können, was in der Regel auch der nicht einfachen Herstellungs- und Beschaffungsfrage sowie den damit verbundenen Kosten geschuldet war. Der Umfang der Beschreibung einzelner Notierungen ist ebenfalls zu vernachlässigen, denn zum einen mehrte sich dieser bei zahlreichen Katalogen von Auflage zu Auflage, zum anderen entsprach deren Gestaltung eher primären Zielsetzungen, als möglichst inhaltsreiches Informations- oder als Angebotsprodukt potentielle Leser zu erfreuen.

Bei allen Unterschieden spiegeln die teils zahlreichen Auflagen die enorme Nachfrage, die vielen dieser Katalogwerke zuteil wurde.

Denn das erste in der Geschichte der Philatelie zu benennende literarische Produkt war kein Katalog, auch keine Preisliste. Weder enthielt diese handschriftlich erstellte Liste Preise für die aufgeführten Briefmarken, noch wurde dieses Verzeichnis verkauft.

So entstanden mehrere handschriftliche, jeweils ergänzte Listen, die dann in nur ca. Jacques Amable Legrand in Paris, mit denen er in enger und intensiver Korrespondenz und Gedankenaustausch stand.

So entstand die erste Markenliste dies war im heutigen Sinne noch kein Katalog! September mit 3 Vgl. Eine zweite Auflage erschien im Dezember Zwischen Januar bis publizierte Berger-Levrault weitere Diese enthielt im September genau Postwertzeichen, war aber schon bis August auf 1 Stücke angewachsen. Sie zählte im April genau 1 und im Juli insgesamt 1 verschiedene Exemplare.

Magnus erforschte, komplett sei. September in Nancy, aber der Krieg hatte ihm alle Lust zur weiteren literarischen Betätigung und zu neuen Katalogausgaben genommen. Nach Angaben von C. Centenary of the Stamp Catalogue, in: Der Sammler Potiquet hatte Oscar Berger-Levraults Liste als Quelle genutzt, möglicherweise aber auch von diesem Hinweise und Hilfen erhalten, denn beide standen — wie schon erwähnt — in engem Briefkontakt. Im März erschien eine zweite Auflage im Umfang von 48 Seiten, bei der allerdings nicht mehr Laplantes Namen auf dem Titel zu sehen war.

Dezember , war noch kein Pamphlet über Briefmarken veröffentlicht Besonders zwei kleinen Broschüren, die nahezu vollständig von Mr. Alfred Potiquets Arbeit kopiert wurden, eine in Brüssel, die andere in Paris. Wir haben deshalb legale juristische Schritte vorgenommen gegen deren Autoren [ Es ist für jeden Sammler höchst schwierig, ein Exemplar der ersten Auflage dieses allerersten Kataloges zu erwerben.

Uns sind einige sehr seltene solcher Exemplare bekannt, die der Stolz und die Freude ihrer glücklichen Besitzer sind. The Earliest Catalogues of Postage Stamps, in: The Philatelic Record, , S.

Stamps Day by Day, London , hier: Ergebnis ist, dass die erste Auflage des Kataloges für 2 Franc verkauft wurde, wie es auch auf dem Titelblatt angezeigt wird. Der Verleger, Lacroix, hatte aber noch Exemplare der Erstauflage auf Vorrat, so dass er für diese den Umschlag der Zweitauflage nutzte, um diese weiter verkaufen zu können. Somit gab es also drei Varianten dieses Kataloges, der bereits an sich extrem selten ist.

Ob wohl der gut laufende Katalogverkauf in den Folgemonaten den Verleger oder Autor bewogen haben mag, den Verkaufspreis für die Restexemplare hochzusetzen? Derzeit ist bekannt, dass von Berger-Levraults Listen drei Exemplare noch im Smithonian Institute in Washington und ein weitgehend kompletter Bestand in der Crawford-Bibliothek aufbewahrt werden.

Emilio Diena gab vor mehr als hundert Jahren an, dass neben der Erstausgabe vom September fünf weitere — die letzte war eine achte Ausgabe von — in seiner Bibliothek seien. In ihr befindet sich noch heute ein Schatz alter Kataloge und Fachzeitschriften, aber auch von Preislisten und Werbeblättern, die auf den frühen italienischen Briefmarkenhändler E. C Usigli seit den er-Jahren zurückgehen.

II, April , Nr. Die Welle der Philatelie schwappte nun über und breitete sich ungehindert aus. Es gilt als gesichert, dass Moens Potiquets Katalog als Vorlage nutzte, wenngleich Moens auch eigene Ergänzungen einfügte. Er wurde auf grünlichem Papier gedruckt. Ursprünglich sollte der Katalog wohl schon am 4.

Juni des Vorjahres erscheinen vergleiche die zu Beginn erwähnte Anzeige von J. LaCroix beklagte ihn deshalb auch wenig später wegen unerlaubter Informationsnutzung aus dem bei ihm dann vorher erschienenen Potiquet-Katalog.

In dieser zweiten Auflage setzte sich Moens gegen den Plagiatvorwurf zur Wehr und verwies darauf, dass Potiquet ja von ihm zahlreiche Informationen erst erhalten habe und dann — als dieser mitbekommen hatte, dass er, Moens, einen Katalog machen wollte, sich beeilt habe, ihm zuvorzukommen.

Es sei alles, was man irgendwo kopieren könne, fehlerhaft zusammengeschrieben. Zur zweiten Auflage erschien Anfang eine 16 Seiten-Ergänzung, die dann zusammen mit der zweiten auch als dritte Auflage angeboten wurde.

Ebenfalls noch erschien von W. Carlrichard Brühls Ausführungen in: Geschichte der Philatelie, Band 2, Hildesheim , D. Ob diese Herausgabe nun mit Genehmigung von Moens erfolgte, ist nicht bekannt. Dannenfelser veröffentlichte am November eine Anzeige in der örtlichen Tageszeitung, in der man lesen konnte, dass diese Broschüre nun erhältlich sei — rechtzeitig zum Nikolaustag! Ebenso wenig bekannt bis heute ist W.

Dannenfelsers zweiter völlig neuer Katalog, der der erste niederländische Katalog mit Preisangaben war. Siehe hierzu auch die Anmerkungen von Bacon im Crawford-Katalog. Dieser neue Katalog erschien knapp zwei Jahre später, nunmehr aber nur noch 46 Seiten zählend, mit dem Titel: Auflage — nach deren Vorbild bearbeitet waren. Dieser Seiten-Katalog ist heute kaum noch bekannt, zumal er als Erstversuch keine Fortführung erfuhr. Er sortierte die Markenausgaben nicht nach Ländern und Ausgabedaten, sondern nach deren Bildmotiven, also heraldisch und genealogisch.

Der Tatsache, dass bei der zweiten Auflage des Potiquet-Kataloges Laplantes Name nicht mehr auf dem Titel erschien, ist zu entnehmen, dass der der Raubkopie folgende Streit, in dem auch der Drucker des Potiquet-Kataloges, Eugene LaCroix, eine hervorgehobene Rolle mit spielte, die beiden vorher zusammenwirkenden Parteien getrennt hatte. Zu Edard man findet auch die Schreibweise Eduard E.

Im April wartete Frederic Frederick W. Treacher in Brighton auf, einem Katalog, der innerhalb weniger Monate mit drei Auflagen erschien. Ebenfalls noch , möglicherweise bereits im August, erschien eine vierte Auflage, allerdings unter leicht veränderten Titelbeginn, der nun lautete: Er enthielt bereits rund Abbildungen, allerdings in einfacher lithographischer Qualität.

Bemerkenswerter ist die Tatsache, dass Booty seine Abbildungen Facsimiles nannte, ein Begriff, der in der Philateliegeschichte schon bald zu anrüchigem Ruhm gelangen sollte. Aufschlussreich bis heute ist Bootys damaliger Hinweis in der Katalogeinführung: Geschichte der Philatelie, Band 2, Hildesheim , S. Der Preis betrug drei Shilling, allerdings gab es zwei verschiedene Ausgaben: In der einen wurde die Einleitung nur einseitig gedruckt, in der anderen beidseitig.

Der eigentliche Katalog ist in beiden Ausführungen gleich. Neuauflagen erschienen keine, da Booty wenig später, um , das Sammeln von Briefmarken aufgab und Kunstmaler wurde. Booty war zur Zeit der Erstausgabe seines Kataloges noch Schüler, vielleicht auch schon Student16 und lehnte sich wohl bei der Abfassung deutlich an den Potiquet- und Moens-Katalog an.

Auflage erschienen, wie bereits ausgeführt, ebenfalls The first British Catalogue, in: II , Nr. So kam der Gedanke an eine Katalogisierung auf, wobei Booty selbst um das Jahr keinen Bezug auf andere Katalogisierungsversuche erwähnte, die schon vor seinem Katalog erschienen waren. Mit der Folge, dass dieser umgehend vergriffen war.

Für eine zweite Auflage zeichnete er alle Steinzeichnungen der Marken selbst. Mount Brown, in London? Im Gegensatz zu anderen Katalogherausgebern war er zu Beginn Sammler, also nicht professionell mit Briefmarken befasst.

Schon bald hatte er Marken zusammen und fand ständig neue, so dass er auf den Gedanken kam, eben eine Liste zu erstellen. Der Erfolg der Anzeigen war überwältigend, denn innerhalb von 14 Tagen war die potentielle Käuferzahl zusammen, so dass er nun in sechs Wochen harter Arbeit das angekündigte Werk zusammenstellte. Der erste englische Briefmarken-Katalog, in: Stainforth, einem der ersten Sammler überhaupt, der schon verstarb, folgte aber von der Anlage her auch den bereits erschienenen Katalogen von Potiquet und Moens.

Die erste am 1. Mai erschienene Auflage enthielt auf 62 Seiten 1 Marken und wurde in einer Auflage von Exemplaren gedruckt, die umgehend verkauft waren.

Die zweite Auflage mit einem Umfang von 72 Seiten erschien schon gut einen Monat später, im Juni , nunmehr in einer Auflage von 1 Exemplaren und sie beinhaltete 1 Marken. Es ist ein Brief von Mr. Mount Brown vom 4. Juni literaturbekannt20, in dem dieser an einen Mr. Since its circulation I have received many kind letters pointing out errors, and suggesting improvements, of which I have availed myself where I deemed it necessary.

Nearly additional stamps are described and, for the convenience of those who desire it, the Catalogue may be had: I hope to issue this edition about the 14th inst. Für die dritte Auflage, nunmehr mit einem Umfang von 66 Seiten, die noch im Dezember des gleichen Jahres erschien, erhielt er die tatkräftige Unterstützung von Dr. Rix, einem engagierten ernsthaften Sammler, so dass nun eine Auflistung von 1 verschiedenen Marken möglich war.

Erneut wurde die Auflage verdoppelt, dieses Mal auf Exemplare, die ebenso wie die ersten bei Mr. Stainforth, Sir Daniel Cooper, Mr.

Viner und manchen anderen. Man traf sich Samstagsnachmittag im Rektoratsgebäude von Reverend Stain- forth und glich die jeweils neuesten Entdeckungen miteinander ab. Wenig später, , folgte die vierte Auflage 96 Seiten , wiederum im Mai, also ein Jahr nach Erstausgabe ebenfalls in einer Auflage von 2 Exemplaren , und die fünfte im März in ähnlich hoher Auflage.

Diese letztgenannte enthielt auf ebenfalls 96 Seiten schon katalogisierte Marken. Allein diese Angaben zeigen, dass gerade dieser Katalog eine hohe Nachfrage erfuhr und auch einige Ergänzungen in Fachzeitschriften jener Zeit dies bestätigen.

Für einige Jahre stieg er dann zwar in den Briefmarkenhandel ein, gab diesen allerdings spätestens schon wieder auf. Den Franzosen und Engländern folgten im Herbst erst einmal deutsche Katalogherausgeber. Denn in einer von Dr. Da als gesichert gilt, dass Grays Katalog frühestens Anfang November gedruckt wurde, musste diesem das Handbuch bereits bekannt geworden sein. A Mount Brown Circular of , in: Brühl wies nach, dass der Katalog auf jeden Fall vor dem November erschienen sein muss.

Edelmann in Leipzig gedruckt worden. Während der Verbleib des Katalogexemplares aus der Suppantschitsch-Bibliothek, die von Theodore Edward Steinway gekauft und von diesem dem Collectors Club in New York gestiftet wurde, ungeklärt ist, wurde das GlasewaldExemplar nach dem Tode Ruprechts Glasewald als erstes seit 60 Jahren bei einer deutschen Auktion angeboten.

Gray in die Hände fiel. Der Katalog enthielt nur die Beschreibungen der erschienenen Briefmarken, ab und zu auch kleine weiterführende Hinweise. Instruktiv ist allerdings bis heute das Vorwort und die Einführung, denen z. Röhms detaillierte Beschreibung des Handbuches in: In Deutschland ist ein weiteres Exemplar bisher nur in der Philatelistischen Bibliothek München nachgewiesen, das vom 2. Diese zweite Auflage ist nicht so selten wie der Vorgänger.

Sie befand sich u. Etwas unklar war lange Zeit, wann diese achtseitige Preisliste oder diese erste Auflage eines später weithin verbreiteten Katalogwerkes genau erschienen ist, ob Ende oder erst , wie früher meist angenommen wurde. Dafür konnte er aber keinen Beweis erbringen.

Es ist bislang nur eine Original-Liste von in deutschen Privatbesitz bekannt und sie enthält acht Seiten, wie dies auch im CrawfordKatalog aufgeführt ist. Bibliographie zugleich Nachschlagebuch der gesammten deutschen philatelistischen Literatur seit ihrem Entstehen Die Geschichte der Philatelie, in: Die Preise wurden allerdings, vergleichbar der Zschiesche-Liste, noch handschriftlich eingetragen!

Eine dritte Auflage erschien 80 Seiten, dazu ein Nachtrag von vier Seiten , die vierte im April 70 Seiten, wiederum mit vierseitigem Nachtrag , es folgte die fünfte im Mai 76 Seiten , die sechste im April 72 Seiten , eine siebte 71 Seiten und eine achte Auflage ist für den Oktober mit 79 Seiten und einem achtseitigen Nachtrag , eine neunte für 84 Seiten , eine zehnte 60 Seiten mit achtseitigem Nachtrag und die letzte, die elfte 80 Seiten für belegt.

Das Katalogwerk sollte nicht mit dem von Carl Zschiesches Neffen, Alwin Zschiesche, verwechselt werden, der erst mit einem eigenen ersten Katalog antrat, wobei allerdings inhaltliche Ähnlichkeiten nicht zu übersehen waren. Noch im November erschien aus der Feder von Dr.

Der zu seiner Zeit bekannte Naturwissenschaftler Zoologe und Philatelist — er war auch Kurator im Britischen Museum — stellte seinen Katalog auf der Grundlage der ihm verfügbaren Literatur in den Familienillustrierten der Zeit bzw.

Angaben gab es nur zum Bildmotiv. Der eigentliche Katalogumfang war zwar nicht deutlich angewachsen, er betrug nun 58 statt 54 Seiten, dafür kamen aber 32 Anzeigen dazu.

Die dritte Auflage von war bereits illustriert. Bei der vierten Auflage von wuchs der Katalogteil auf fast das Doppelte, auf Seiten, was die fünfte von mit Seiten Kataloginhalt noch zu steigern wusste. Auflage des Grey-Kataloges soll in acht Monatslieferungen zwischen März und Oktober erschienen sein, die dann zu einer gebundenen Ausgabe an seinem Exemplar bestätigen. Beiträge von Fred J. Die Eigenleistung des Autors mag man in einer vergleichsweise vollständigen Liste der Postmeisterausgaben sehen, die das Werk ergänzte.

Sinex, Printer, Jayne Street. Zwei weitere Auflagen erschienen und Das Plagiat zeigte weder einen Verfassernamen noch einen Herausgeber oder eine Druckerei an. Mount Brown erstattete Anzeige und die behördliche Ermittlung machte einen gewissen W. Wright aus Gloucester dingfest. Mount Brown untersagte W. Philatelic Literature, Band I, S. Von allen englischsprachigen Katalogen fand dieser — so bereits Carlrichard Brühl37 — die weiteste Verbreitung, da er parallel zu den Alben von Oppen erschien und bis in 30 Auflagen verbreitet wurde.

Die zweite Auflage erschien bereits im Mai Auflage heraus — erschien parallel zu seinem Album, was für viele Sammler offenbar von besonderem Nutzen war. Beyfuss, das in Hannover das Licht der Welt erblickte. Die 68 kleinformatigen Seiten waren ohne Markenabbildungen und Katalogpreise. Als Erscheinungstermin wird das erste Quartal angenommen, da noch keine Marken von diesem Jahr verzeichnet wurden. Es sollen insgesamt zwei Auflagen publiziert worden sein, die zweite Die Erstauflage hatte nur einen bescheidenen Umfang von 18 Seiten.

Geschichte der Philatelie, Hildesheim , Band 2, S. Diese dritte Auflage wurde in Exemplaren produziert davon gibt es eine spezielle Sonderausgabe auf farbigem Papier , wiederum ergänzt mit einem Nachtrag von 23 Seiten Ähnlich verlief es mit der vierten Auflage im Dezember und der Ergänzung von 79 und 33 Seiten.

Auch von dieser vierten Auflage wurden spezielle Editionen auf stärkerem und farbigen Papier produziert, eben Liebhaber-Editionen. Moens, das ab Januar in Brüssel und in Paris bei Baillieu erschienen war und vertrieben wurde. Auch das kann es geben, wenngleich vielleicht auch gewollt. Verbürgt ist, dass am Auflage des nachfolgenden Katalogwerkes benutzt worden war. Wuttigs Liste gilt deshalb auch als weitergeführte Kopie der ursprünglichen Zschiesche-Liste, wobei allerdings die vom September bereits in zweiter Auflage mit 30 Seiten Umfang herauskam, es vorher also auch eine Erstauflage gegeben haben muss, deren Datierung aber mangels Belege noch nicht geklärt ist.

Er berichtete damals über einen Katalogfund in seiner Bibliothek, dessen Titel auffällig mit dem von Tramburg und Priebatsch übereinstimmte. Oscar Jann war Angestellter in der Weinhandlung 41 Vgl. Man darf dieser Firma wohl kaum die nötige Kompetenz und Übersicht zuschreiben, um selbst einen Katalog herauszubringen.

Die dritte und letzte selbst von Gustav Wuttig betreute Auflage kam im September mit 27 Seiten Umfang heraus, eine vierte im April , eine achte , und eine elfte bereits ein Jahr später, Auflage erschien , weshalb man nicht selten auch jeden dieser drei genannten Namen als Herausgeber findet.

Auflage, die erschienen sein sollen, dem Verfasser noch nicht vorlagen und für die keine Seitenzahlen bekannt sind. Möglicherweise handelte es sich nur um Nachträge oder ergänzte Nachdrucke zu der letzten erAusgabe? Wenn auch die Jahresangabe auf lautete, glaubte doch bereits Brühl, diesen Katalog auf November oder Dezember datieren zu können. Den Anfang machte vielleicht ein Werk von Pieter H. Witkamp aus den Niederlanden, das eventuell bereits Ende herauskam: Dafür enthielt es sehr detaillierte Angaben.

Es gilt als der erste eigenständige Katalog, der in den Niederlanden erschienen ist. Zwischen bis gab es 17 Lieferungen mit insgesamt 54 Bildtafeln. Um den Verkauf dieser Bildtafeln zu fördern, kam Moens auf die Idee, Ausschnitte von diesen in die Zeitschrift zu integrieren, um damit auf die jeweiligen Lieferungen gleichzeitig aufmerksam zu machen.

Allerdings nur in einer Auflage von Exemplaren! Aber auch die Qualität der Abbildungen galt lange Jahrzehnte als unübertroffen in der Philatelie. Charles Viner ins Englische übertragen und um die bis dahin neu erschienenen Ausgaben ergänzt.

A general nomenclature of every postage stamp and fac-similes of all types issued up to the present time in the different countries of the world — by J.

With the stamps that have appeared since the publication of the French edition added. Der Katalog war zwar letztlich aus den von Berger-Levrault seit September kontinuierlich fortgeführten Listen hervorgegangen, nun aber wesentlich erweitert worden.

Denn er enthielt zwar — wie manche anderen jener Jahre — keine Abbildungen und Katalogpreise, dafür aber eine Reihe interessanter weiterführender Hinweise, z. Suppantschitsch, einer der besten Kenner der frühen philatelistischen Literatur überhaupt, sollte über den Katalog schreiben: Von diesem Katalog soll im Juni ebenfalls eine de-luxe-Ausgabe in grünem Ledereinband angeboten worden sein. Siehe Amrhein, Band I, S. Jahrhunderts, Selbstverlag Wien , S.

An weiterer Literatur zu BergerLevrault vgl. Brühl Band II, S. Dagegen nahm sich eine Neuerscheinung in Spanien schwergewichtiger aus. Es war das von J. Dieser Seiten umfassende erste in Spanien erschienene Katalog wurde von der ältesten Marken- und Münzenfirma auf der iberischen Halbinsel, der Fa. Bei dem Katalog handelte es sich allerdings nur um eine Übersetzung des französischen Kataloges von Alexandre Baillieu, der erschienen war, mit zehn zusätzlichen Marken. Das Geschäft existierte bis In England machte ein weiterer Pionierhändler von sich reden.

Allerdings wurde diese im erweiterten Umfang neu aufgelegt, und nach dem Tod von Steinau erschien diese ab unter dem Herausgeber C. Handbuch der spanischen Philatelie, Band 1, 2. Auflage, Oberwil , S. Die philatelistische Literatur der Schweiz —, Bern , S. Nachträge zum Katalog erschienen , und Anderen galt Elb als früher Fälscher, der bereits seit Fälschungen verbreitete.

Die dritte Auflage erschien Insgesamt wurden allein bis insgesamt 45 Auflagen gezählt. Nicholas in Paris mit einem Umfang von 72 Seiten, gesellte sich gleichwertig dazu. Amable Legrand und Ernest Regnard sowie vielen anderen. Catalogue de timbres avec les prix auxquels on peut seles procurer chez J. Dies waren dennoch eher Handels- und Lagerübersichten bzw.

Die erste bislang belegte Liste befand sich in der bekannten Bibliothek von John Tiffany und ging später an Lord Crawford über. Zähnungen und dergleichen, wurden in der Liste nicht aufgeführt, nur bildverschiedene Marken.

Aus diesen Preislisten erwuchs aber mit den Jahren ein Katalogwerk, das einen weltweit anerkannten Namen erreichen sollte und bis heute noch international mit führend ist. Katalog, aber letztlich waren es doch Lagerlisten. Solche erschienen mindestens seit Juni , ab Juli sogar nahezu monatlich und für den Zeitraum bis November wurden bereits im Crawford-Katalog 51 Listen nachgewiesen. Diese wurde — spätestens ein Jahr später ab Okto56 Im Crawford-Katalog sind diese in manchen Jahren nahezu monatlich erscheinenden Listen detailliert belegt a.

Sie erreichten bis Ende der er-Jahre meist nur einen Umfang von 30 bis maximal 40 Seiten. In der Diena-Bibliothek befanden sich insgesamt 37 solcher Preislisten seit Juni bis Mai , eine weitere ohne Datierung Bis November werden bei Crawford neun Ausgaben nachgewiesen. Juli Titel nunmehr: In Wien erschien erst- und einmalig von A. Österreich war damit ebenfalls in den Kreis der Katalogherausgeber eingetreten.

Hierbei handelte es sich aber nur um eine 24 Seiten umfassende Preisliste. Ein weiterer zu nennender Katalog war ebenfalls ein Händlerkatalog und zwar der von August Lauber: Dieser erschien im genannten Jahr in zwei Auflagen , Stuttgart, bei E.

Ebner, jeweils mit 83 Seiten Umfang. Centenary of Gibbons Catalogue, in: Celebrating years, , S. Die Philatelie in Österreich, in: Bis sollen davon 25 verschiedene Ausgaben erscheinen.

Diese Liste erlebte noch eine Neuauflage, also die zweite Ausgabe. Grays-Katalog zu neuen Auflagen geführt. In der DBZ , S.

September als Erscheinungstag der Anzeige aufgeführt, also auf ein zu dieser Zeit 50jähriges Jubiläum aufmerksam gemacht. Schubert sich weniger als Katalog, eher als Hilfe für Sammler zur besseren Orientierung verstand.

Behufs leichterer Erkennung und sicherer Einschaltung derselben in die Markensammlungen zusammengestellt Das Jahr sah allerdings auch den Namen eines bis heute unvergessenen amerikanischen Pionierhändlers, der als Herausgeber von Literatur weltbekannt werden sollte: John Walter Scott — Wohl aber von der dritten Ausgabe vom August , die der damals 22 Jahre alte Scott zusammengestellt hatte. Preisliste Scotts im September er zählte deren Ausgaben jeweils als Auflage durch!

Allerdings lassen sich diese mangels näherer Informationen den hier im Buch erwähnten ersten Preislisten Scotts nicht zuordnen. Dieses Werk gibt es, es wurde allerdings nicht , sondern von Taylor herausgegeben und es war nichts anderes als eine Kopie der zweiten Auflage der Preisliste von William P. Brown, die nach erschien.

Dieser war aber auch nichts anderes als eine Preisliste seiner Fälschungen und Phantasieprodukte, für die er bekannt werden sollte. Hussey, mit der ebenfalls Nachdrucke offeriert wurden. Verfasser war Charles M. King alias Seltz war bereits und mit zwei Preislisten zwei bzw.

Allen Taylor, der ja ebenfalls in Boston ansässig war, aber auch von A. Wheeler in Lowell, Mass. Der bereits 65 Stafford Smith wünschte dem Katalog bei seiner Buchbesprechung in: Seltz aus dem Jahr nachgewiesen. Aber auch ohne diese galt der Katalog vielen als das bedeutendste Katalogwerk jener Epoche. Mit exaktem Datum vom Weitere Auflagen dieses neuen Werkes erschienen in kurzer Folge, die 9.

Auflage bereits , die Auflage und eine Eine dritte Auflage erschien bereits 36 Seiten , eine vierte Auflage 38 Seiten mit achtseitigem Nachtrag. Bis erreichte der Katalog zwölf Auflagen, was verdeutlicht, wie beliebt der Katalog war. Herausgeber war einmal mehr Jean-Baptiste Moens. Auch dieser Katalog fand schnell seine Liebhaber. Die er-Ausgabe beinhaltete 97 Seiten, die mit 86 Illustrationen ausgestattet waren.

Angeboten wurde auch eine de-luxe-Ausgabe, gedruckt auf farbigem Papier. Dieser Katalog war bereits deutlich besser bearbeitet als der von , so dass weitere Auflagen veröffentlicht werden konnten. Insgesamt also in sieben Ausgaben. Die letzte davon bestand aus sieben Teilen, die Generationen von Philtelisten als Referenzquelle dienten, denn sie boten eine Fülle von Informationen über alle behandelten Themen, angefangen von Briefmarken bis zu Ganzsachen, Fiskalmarken und den Postwertzeichen aus aller Welt.

Aus den USA gesellte sich ein weiterer Neuling dazu. Damit neigt sich die Zahl neu erschienener Kataloge bereits dem Ende zu. Gloyn in Manchester gaben zwischen Juni bis Januar ebenfalls fünf solcher Preislisten heraus, um nur einige Beispiele aus England zu nennen, die man sicherlich um die aus anderen Staaten ergänzen könnte.

Hier ist noch heute viel an Forschung möglich, wobei all diese Preislisten — ebenso wie die Kataloge — Seltenheiten sind, eben die Erstlingswerke einer längst vergangenen Zeit, auf der spätere gut aufbauen konnten. All dies geschah nicht ohne Probleme, die vielen kurzfristigen Versuchen folgten.

Wir begrenzen uns deshalb auf einen kurzen Überblick derjenigen Magazine, die wirklich Spuren in der ein oder anderen Weise in der Geschichte der Philatelie hinterlassen haben. Dabei zielen wir nicht auf eine lange Publikationsliste für jedes Land ab, da andere Autoren solche bereits in nennenswerter Vollständigkeit vorgelegt haben.

Ab der zweiten Ausgabe erfuhr der Titel eine Änderung. Edward Loines Pemberton wurde für einige Zeit dessen Herausgeber. Damit ist auch der Beginn einer kommerziellen Praxis zu identifizieren, die nachfolgend vielfach nachgeahmt wurde: Man gab den Lesern mit der Zeitschrift eine kostenlose Briefmarke. Es versteht sich wohl von selbst, dass dieses erste Fachblatt der Philatelie extrem selten auf dem philatelistischen Markt anzutreffen ist.

Nur eine Handvoll kompletter Ausgaben sind heute noch bekannt. Herausgeber war der bekannte Philatelist Charles W. Viner, dessen Rolle später George Overy Taylor übernahm. Die Namen von Mount Brown und Dr. Das Blatt überstand eine bemerkenswert lange Zeit und wurde erst mit der Ausgabe vom Dezember eingestellt. Mit Blick auf die vielfältigen Fakten und auf die die ersten Jahre der Philatelie betreffenden Studien bot die Zeitschrift wirklich eine Fülle von Informationen.

Der Verleger spendierte der Zeitschrift luxuriös gestaltete Einbanddecken mit einer Originalmarke auf der Mitte des Einbandes. Während dieser Zeit war Louis Hanciau als Schriftleiter die Hauptstütze und er verstand es ohne Fehl und Tadel, jeweils alle Informationen über die Neuausgaben der Postverwaltungen aus aller Welt zusammenzutragen, aber auch vorbildliche Artikel über eine Reihe von Themen zu verfassen. Ursprünglich war die Zeitschrift entstanden, weil die Portokosten für ein Journal geringer waren als bei Versand einer einfachen Preisliste.

Nachdem Hanciau allerdings seine Fähigkeiten als Autor von Artikeln entdeckt hatte, nutzte er diese für ein Magazin, das fortan viel gelesen und von einer internationalen Klientel hoch geschätzt wurde. Im ersten Jahr erschien das Blatt im Quart-Format, was aber im Folgejahr schnell einem Oktav-Format weichen musste, da dieses leichter zu lesen und aufzubewahren war. Die ersten beiden Ausgaben waren schnell vergriffen und diese wurden in den nachfolgenden Monaten mit kleinen Änderungen neu aufgelegt.

Schnell fand das Blatt weite Verbreitung und wuchs zu einer international bedeutenden Publikation heran. Das Magazin hatte aber nur eine kurze Lebensdauer und während der vierjährigen Bestehenszeit erschienen nur 48 Ausgaben. Sie wurde ebenfalls in Liverpool verlegt und zwar von F. Es bestand aber kaum ein Jahr und stellte sein Erscheinen mit der Ausgabe im Juni ein. Boel publiziert, assistiert von William P. Das reichte allerdings nicht, um erfolgreich ein Magazin zu lancieren, so dass nach der zweiten Ausgabe das Blatt eingestellt wurde.

Es ist aber bemerkenswert, dass in dieser Zeitschrift die allerersten Anzeigen von J. Scott erschienen, der zur damaligen Zeit gerade einmal 18 Jahre alt war und erst ein Jahr zuvor sich in New York niedergelassen hatte. Ab der zweiten Ausgabe kam es in Albany und dann in Boston heraus.

Somit wurde es auch die erste Fachzeitschrift in den USA. Bereits ab der ersten Ausgabe wurden die Leser vor Fälschungen gewarnt. Obgleich zwei Ausgaben veröffentlicht wurden, welche offensichtlich sehr selten sind nur eine Handvoll Exemplare der zweiten Ausgabe wurden verbreitet , wurde das Magazin zeitweise eingestellt, bevor es dann erneut in einer sog.

Sie erwies sich aber als ebenso erfolglos und wurde nach einem halben Jahr und 12 Ausgaben eingestellt. Die ersten drei Ausgaben wurden im Folio-Format gedruckt.

Die ersten drei Ausgaben wurden mit Datum vom September in dem zuletzt erwähnten kleineren Format nachgedruckt. Nach einer zehnjährigen Unterbrechung — von Oktober bis Januar — erschien das Magazin erneut und zwar bis zum Zweiten Weltkrieg. Er stützte sich auf Autoren, die bereits als Autoritäten bekannt waren, z. Amable Legrand, der zu seinem Konkurrenten Abstand wahrte. John in Neuschottland Kanada heraus und bestand für nahezu zwei Jahre. George Stewart begann mit dessen Publikation, als er gerade einmal 17 Jahre alt war.

Es erschien nur eine Ausgabe zu 16 Seiten. Dennoch fühlen wir uns verpflichtet, es zu erwähnen, da es die allererste Zeitschrift war, die in Zentralamerika herauskam. Diese Zeitschrift gilt weithin als extrem selten und fehlte selbst in der berühmten Crawford-Bibliothek. John, Neu-Braunschweig, das Licht der Welt. Die Ausgaben bestanden aus einem vierseitigen Editorial, sie waren allerdings — wenn man die Anzeigen mit in Betracht zieht — doppelt so umfangreich.

In der ersten Ausgabe schrieb Craig: Bauschke in Leipzig heraus und sie bestand fünf Jahre lang. Die letzte Ausgabe erschien im März Carl von Cordona gab nur zwei Nummern heraus. Wenn man bedenkt, dass er damals gerade 13 Jahre alt war, wird vielleicht verständlicher, warum dieser junge von Cardona die Publikation einzustellen hatte.

In der Zeitschrift begegnen uns einige der bekanntesten Namen der Philateliegeschichte, die mit dieser Firma verbunden sind, so z. Pemberton, der bereits ab der ersten Ausgabe mitwirkte. Über die Jahre folgte ihm Frl. Amable Legrand und Charles Viner. Die Artikel von Reverend R. Sie kam nur für ein Jahr heraus und bis zu ihrem Ende im Juni gab es zwölf Ausgaben. Ein Jahr später gab es in Madrid ein zweites Magazin, welches 14täglich herauskam. Es sollte weitere zwanzig Jahre dauern, bevor eine weitere Fachzeitschrift in Spanien herauskam.

Somit wurde diese Zeitschrift die erste, die durch Vereine und Verbände herausgegeben wurde. Die Vereinsmitglieder erhielten spezielle Ausgaben, die während des ersten Jahres auf farbigem Papier gedruckt wurden.

Insgesamt erschien die Zeitschrift für zehn Jahre. Es war in englischer Sprache gedruckt, brachte es allerdings nur auf acht Ausgaben. Der Krieg von bedingte das frühzeitige Ende des Blattes im September Ihr Verleger, Placido Ramon de Torres, war spanischer Herkunft, hatte sich aber zuvor in Livorno niedergelassen, wo er ein Briefmarkengeschäft eröffnet hatte. Nach zwölf Ausgaben war es auch mit dieser Zeitschrift vorbei. Tatsachlich gehörte das Blatt allerdings Graf Cesare Giulio Bonasi, der allerdings sich öffentlich vom Briefmarkenhandel entfernt hielt und auch niemals in der Zeitschrift erwähnt wurde.

Herausgeber war Victor Albornos und primär bedeutend war, dass es sich um die erste philatelistische Zeitschrift in Argentinien handelte. Es sollen nur zwei vollständige Ausgaben der Zeitschrift noch existieren, allerdings nicht in der Schweiz, sondern in der Emilio-Diena-Bibliothek und in der Philatelistischen Bibliothek München. Es erwies sich als kommerzieller Erfolg und blieb das einzige Magazin seiner Art über sieben Jahre. In den späteren Jahren wuchs die Zahl der Länder, in denen philatelistische Fachzeitschriften publiziert wurden, erheblich an.

In einigen der frühen Länder, in denen bereits Journale erschienen waren, vermehrte sich im ausge- henden Jahrhundert die Zahl der Periodika geradezu überproportional.

Die Mehrzahl all dieser Zeitschriften ging nach Herausgabe der ersten Nummern meist wieder ein. Nur die Blätter, die es verstanden, ihre Leser mit einem wirklich gut gemachten redaktionellen Inhalt und bedeutenden Informationen über Neuausgaben aus aller Welt zu versorgen, hoben sich von diesen ab und bestanden für längere Zeit.

Le Magasin Pittoresque — Zwanzig Jahre nach Einführung der ersten Briefmarken in England fanden frühe Sammler erste grundlegende Informationen über Briefmarken in ihren bevorzugten Tageszeitungen und in anderen Periodika. Und zwar in einem Magazin, das bereits seit in Paris über 30 Jahre publiziert wurde. Das Magasin Pittoresque war ein Trendmagazin zu jener Zeit. Von bis erwarb ein Mann das Verdienst, eine eindrucksvolle Artikelserie einem neuen Hobby gewidmet zu haben, das mehr und mehr Enthusiasten aus allen Schichten der Gesellschaft ansprach.

Natalis Rondot bot seinen Lesern genaue und zusammenhängende Informationen über die zahlreichen Briefmarkenausgaben eines jeden Landes. Er berichtete auch über die Zeit, als die Postreform in Kraft trat, die den Weg 38 freimachte für die Herstellung von Briefmarken, die auf Briefen zu verwenden waren. Von Zeit zu Zeit bot er ebenso genaue und detaillierte Beschreibungen der Druckverfahren und andere Informationen, wie z.

Wenn man diese Informationen, die bereits in den Artikeln veröffentlicht waren, mit den unvollständigen oder einfach nicht korrekten Angaben der ersten Kataloge vergleicht, die zur gleichen Zeit herauskamen, wundert man sich, warum nur so wenige Sammler überhaupt etwas über diesen Autor wussten. Wie wir in dieser kurzen Studie sehen werden, gelang es ihm, viele andere Sammler jener Zeit mit seinen Beiträgen, die in verschiedenen europäischen Ländern erschienen, zu beeinflussen.

Viele davon wurden vollständig übersetzt und erschienen in anderen populären Zeitungen. Wer war also Natalis Rondot? Wie gelang es ihm an diese eindrucksvolle Informationsfülle heranzukommen, die von anderen Autoren der ersten Briefmarkenkataloge einfach ignoriert wurde? Seine Artikel waren also bereits zur Geschichte der weltweiten Philatelie zu jener Zeit geworden!

Schauen wir zurück auf Natalis Rondots beruflichen Werdegang, werden wir alsbald Anhaltspunkte finden, die es uns ermöglichen, zu verstehen, wieso dieser Mann so vorzüglich zu jener frühen Zeit informiert war, und dies in einem Umfeld, wo noch vieles zu vervollständigen blieb.

Ein arbeitsreiches und aktives Leben: Geboren wurde Rondot in Saint-Quentin. Er verlegte sich auf Studien, die ihm eine Beschäftigung in der Wollwaren-Industrie ermöglichte. Schnell hob er sich auf diesem Gebiet von anderen ab und wurde bereits im Alter von nur 23 Jahren nach China geschickt, um die dortigen Marktverhältnisse zu untersuchen. Dabei wurde ihm als Aufgabe übertragen, die Wollwaren-Herstellung zu studieren und zu prüfen, ob Exportmöglichkeiten bestünden, die Waren zu dem Land zu exportieren, das zu dieser Zeit nur zeitweise für westliche Ökonomien offen stand.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich arbeitete Rondot für die Pariser Handelskammer, für die er Statistiken über die industrielle Tätigkeit in Paris erstellte. Er förderte die Seidenindustrie und den Seidenexport von China nach Lyon. Zur gleichen Zeit war er Mitglied der Jurys der Weltausstellungen und ihm wurden in nahezu jedem europäischen Land Verantwortungen übertragen. Am meisten überrascht wohl, dass er selbst wohl nie die Briefmarken gesammelt hat, die er als erster in seinen Beiträgen beschrieb und die so gut dokumentiert waren, später aber trotz seiner Bemühungen vergessen wurden.

Es bedarf kaum weiterer Ausführungen über den überzeugenden und unterschiedlichen Ansatz, den Natalis Rondot auf diesem neuen Feld in den er-Jahren wählte. Es ist wirklich schade, dass nur einige wenige philatelistische Experten um seine Bedeutung als Autor wussten, dem wir hier mit unserem kleinen Beitrag unseren Respekt erweisen. Diese Beiträge wurden mit Stichen illustriert, die die Haupttypen der Marken sehr wirklichkeitsgetreu wiedergaben, zumal, wenn wir die begrenzten Beschaffungsmöglichkeiten der Zeit in Betracht ziehen.

Die Beiträge erschienen über eine relativ lange Zeit, beginnend im Juni , und die Serie kam erst im Dezember zu einem Abschluss.

Warum kam es also zu diesem Ende, wenn gleichzeitig mehr und mehr Leser offenbar immer neue Artikel lesen wollten? Das bleibt ein Geheimnis. Das wäre reine Spekulation. Wie wir noch sehen werden, erschienen Monate nach Natalis Rondots Erstveröffentlichung im Juni ähnliche Artikel in den Ländern, die ebenfalls zu den ersten Ländern zählten, in denen dieses neue Hobby gepflegt wurde.

Dies waren entweder Übersetzungen oder vollständig neu bearbeitete Versionen. Sie wurden in zwei unterschiedlichen Serien publiziert. Die erste Serie bestand aus 36 Beiträgen und erschien vom Juli bis zum 1. Die zweite bestand aus 39 Ausgaben, die von März bis Februar gedruckt wurden.

Natalis Rondot begann seine ursprüngliche Artikelserie mit einer Beschreibung der Marken von Russland. Die Abbildungen in diesen ersten Artikeln sind ebenfalls von denen in Frankreich publizierten unterscheidbar. Man sollte nicht vergessen, dass zu dieser Zeit noch jede Abbildung mit der Hand graviert werden musste und es war deshalb sicherlich bei weitem kostensparender, statt neu zu gravierender Platten bereits vorliegende erneut für den Druck zu nutzen.

Der Bazar Diese in Berlin herausgegebene Zeitschrift veröffentlichte ab dem 1. Die Originalbeiträge wurden zu einer Serie von 23 Artikeln mit Illustrationen zusammengefasst und die Serie wurden am Der Bearbeitung des Britischen Weltreiches mit starker Berücksichtigung der ursprünglichen Beitragstexte folgten Artikel über die Marken Europas und deren letzter Beitrag beschrieb die Ausgaben von Griechenland.

Auch jeder dieser Beiträge wurde von Natalis Rondot selbst verfasst. Diese Version wurde dann vom gleichen Autor übernommen, der sie in zwei Broschüren veröffentlichte, die zwischen und erschienen und in Kapitel 2. Gille Heringa, und ebenfalls mit Lithografien illustriert. Weitere Beispiele in anderen Journalen und Magazinen Neben den gut dokumentierten Beiträgen von Natalis Rondot und deren verschiedenen Übersetzungen waren bereits erste Artikel über Philatelie — oder über die Liebe zur Philatelie — in einer Reihe anderer Zeitschrift und allgemeinen Blättern erschienen.

Zu jener Zeit galt Briefmarkensammeln noch als Obsession, als Vernarrtheit junger Menschen, die einfach nur auf bunte Bildchen aus waren. November erschienen war, ging auch auf Fragen seiner Leser ein und bot dazu Antworten. Anderson solche Beiträge, die Post und Briefmarken betrafen, einmal auf. Die nachfolgende Abbildung belegt das ab der zweiten Hälfte der er-Jahre wachsende Interesse an Briefmarken. Die letzte Frage wurde von einem jungen Leser eingereicht, der wissen wollte, ob es bereits einen Katalog gäbe, in dem alle bislang erschienenen Briefmarken aufgeführt seien.

Ebenfalls wurden die weit mehr bekannten Beiträge von Dr. Der Autor beschrieb die seltsame fixe Idee, Briefmarken zu sammeln. Weit interessanter war aber eine Anzeige in der gleichen Ausgabe, die ein Briefmarkenhändler in Barcelona geschaltet hatte. Dieser suchte alte und neuere Briefmarken zu kaufen und zu verkaufen, seien es ungebrauchte oder gestempelte. Ausgenommen waren nur solche, die noch in Umlauf waren. Dies sind nur einige Beispiele solcher Artikel, von denen einige bereits vor den ersten eigentlichen BriefmarkenFachzeitschriften ab Dezember erschienen, obgleich die Mehrzahl erst nach diesem Datum entstanden.

Sie zeigen, wie die fixe Idee junger Sammler in den er-Jahren über die Zeit sich entwickelte und zu einem der beliebtesten Hobbys in der Mehrzahl der Haushalte heranwuchs, was für viele Jahrzehnte auch so bleiben sollte. Dies kann man mit zahlreichen Beiträgen dieser Art in nahezu allen allgemeinen Blättern belegen, in denen sich der Geschmack und das Interesse der Leser jener Zeit widerspiegeln.

Die Idee eines Albums, gefertigt in industrieller Mengen- oder gar späterer Massenproduktion war geboren. Dessen Vorläufer waren allerdings noch schlicht und einfach und erste Spuren führen nach Frankreich, vielleicht auch nach Deutschland. Keine Ländernamen, keine Beschriftung und natürlich auch keine Markenabbildungen. Zuvor sollen bereits — wohl von Schülern — Schreibhefte ähnliche Zwecke erfüllt haben, wobei deren Beschriftung nicht vorgedruckt, sondern vom Besitzer vorgenommen wurden.

Letztlich ist die Frage nach den ersten Alben stets auch eine Frage nach der Definition, mit deren Hilfe man Antworten dazu finden kann, welche Briefmarkenalben wirklich die ersten waren. Das mag banal klingen, wenn man sagt, ein Briefmarkenalbum enthält Briefmarken, besser: Briefmarkenausgaben, die über eine längere wie auch immer begrenzte Zeit gesammelt wurden.

Damit scheidet aber zum Beispiel das einer Miss Barrington und einem Matthew Barrington zugeschriebene Autografenalbum, das neben 96 Briefvorderseiten aus der Zeit von — 42 auch die ersten Penny-Marken und einen MulreadyUmschlag auf zwei von Seiten enthielt, bereits aus.

Denn dies war eine um abgeschlossene Sammlung von Autografen, die die Briefvorderseiten zieren, die ersten englischen Postwertzeichen wurden nur als Neuheiten aufgenommen und nicht weitergeführt. Scott Stamp Monthly, December , S. Allerdings handelt es sich nicht um eine industrielle Fertigung, sondern um die von einem Künstlerstudio für eine hochstehende Persönlichkeit vorgenommene Einzelanfertigung, die heute als sog.

Angela Lascelles gesamter Nachlass, also nicht nur das Album, kam — in diesem Jahr war sie verstorben, nachdem sie seit Mitte der er-Jahre mit Ihrem Mann auf Fort Belvedere gelebt hatte — zur Versteigerung. Die erste nähere Analyse des Fundes ergab die meisterliche Einzelanfertigung. Das Album beginnt mit einem Index verschiedener Länder, die bereits Briefmarken herausgegeben hatten, wobei dafür jeweils Seiten, häufig auch mit Umrandungen für einzuklebende Marken, enthalten waren.

In dem Album waren noch Briefmarkenoriginale, allerdings erst ab und nur bis Dafür findet sich zwar kein eindeutiger Beweis im Sinne einer Jahreszahl der Entstehung, auch kein Besitzerhinweis, aber die logische Frage steht zu recht im Raum, warum bei deutlich späterer Entstehung als Mitte der er-Jahre ein Besitzer nur Markenblätter für Aus- 3 In einem sehr interessanten Beitrag hat sich in jüngerer Zeit James E.

Dies war allerdings kein Briefmarkenalbum, wohl aber ein Album für Ganzstücke, die komplett in vorgesehene Felder eingesteckt werden konnten, vergleichbar frühen Fotoalben jener Zeit. Zwar kennt man keine eindeutige Benennung des Besitzers, wohl aber eine Bezeichnung des Urhebers dieses Kunstproduktes in Leder und mit goldfarbiger Titelprägung, das in seiner schlichten Schönheit und heute noch wundervollen Erhaltung die Zeiten überdauert hat, also offenbar stets gesichert aufbewahrt wurde.

Hier fügen sich nun zwei Dinge zusammen. Denn unter diesem Namen von Rudolph Ackermann, auch zuweilen Ackerman geschrieben, ist ein in Stollberg im Kurfürstentum Sachsen geborener deutsch-britischer Buchhändler, Lithograph, Verleger und Unternehmer bekannt, der in London eine Druckerei und Zeichenschule eröffnete. Jahrhunderts ebenso bekannt wie seine Erfindungen. Da gehörte dessen Kunstgeschäft längst zu den königlichen Hoflieferanten des Buckingham Palastes und galt als eine der ersten Adresse in allen Angelegenheiten von künstlerischer Ausgestaltung in literarischer Form.

Ein neu zu schaffendes Briefmarkenalbum war ein solches Produkt, das man auslegte, ansah und das man bewundern sollte. Ackermann junior war dessen Schöpfer und er schuf es nach kunstästhetischen Gesichtspunkten.

Damit hat man eine erste Verbindung zum königlichem Hof und der originären künstlerischen Herkunft, eine Verbindung, die weitere Spekulationen über den oder die ersten Besitzer dieses Albums nähren kann. Diese Vermutung mag eine weitere Tatsache unterstützen. Dieser heute nur noch in einem Exemplar bekann5 Zu Rudolph Ackermann vgl.: Man darf sich wohl fragen, ob diese Nähe zum königlichen Hof, die gar so weit ging, damals weltbewegende Ereignisse in künstlerischer Form zu dokumentieren, Zufall ist.

Dieses Castle gehörte seit der Königlichen Familie. Selbst Königin Victoria war im Jahrhundert häufiger Gast hinter den dicken Mauern des Forts, die auch ihre Kinder aufwachsen sahen. Die spätere Sammelleidenschaft von Mitgliedern der königlichen Familie ist belegt. Das Aufkleben mittels des Originalgummis ist aus den er-Jahren bisher aus keiner literarischen Quelle als Empfehlung her bekannt.

Erst in den er-Jahren kamen solche Vorschläge, allerdings nur vereinzelt, zu Wort, ebenso wie die Empfehlung Einzelner, man möge den Bogenrand zur Anbringung nutzen oder einen vergleichbaren Ersatz. Dies war also kein Philatelist im späteren Sinne der er-Jahre, der die Sammlung angelegt hatte.

Denn der hätte vollflächigen Knochenleim, Gummi Arabicum oder Vergleichbares genommen. Wenn es also kein Briefmarkensammler im eigentlichen uns bekannten Sinne war, wer hat dann die Sammlung angelegt? Das ist völlig unwahrscheinlich, dass ein Prinz, ein Kind beinah noch, solch ästhetischen Kriterien der Anbringung und der Erhaltung der Marken zu einer Zeit entwickelt haben soll, in der es für solche Sammlungsanlagen noch gar keine Vorbilder gab.

Kann man sich einen jungen Prinzen vorstellen, der selbst Hand anlegte? Sammlungen ja, aber eigene handwerkliche Arbeit? Das ist kaum vorstellbar. Damit bleibt der Gedanke, dass dieses Album ein Geschenk war, ein Geschenk für einen Prinzen, dem man sich vielleicht seit dessen Geburt verpflichtet fühlte. Es war wahrlich auch ein fürstliches und aus dem Rahmen fallendes Geschenk, nur sehr aufwändig und arbeitsintensiv zu fabrizieren, wobei es die erste Weltausstellung in London sichtlich erleichtert haben dürfte, die ungebrauchten Marken aus aller Herren Länder zu beziehen.

Legrand , erstmals in Le Timbrophile, Nr. Allein mit dieser und weiteren vergleichbaren Aussagen fachkundiger Art wurde aus einem reinen Marken-Aufbewahrungsheft ein literarisches Produkt, das hier zwar als Einzelanfertigung, ab aber in Mengenproduktion die Sammler von Briefmarken erfreuen sollte.

Es gilt bis heute als das verbürgte in Serien gefertigte erste Briefmarkenalbum der Welt. Das umfangreiche Album enthielt links die Liste der auf der rechten Seite einzuklebenden nicht abgebildeten Marken, insgesamt waren auf Seiten so 1 Wertzeichen unterzubringen. Zwischen und erschienen — in beiden Sprachversionen — insgesamt dreizehn Ausgaben des Albums, die der geborene Lallier — er starb am August — selbst noch erlebte.

Das Album hatte nun einen Umfang von Seiten für insgesamt 6 Marken, präsentierte die Abbildungen, dem Beispiel der MoensAlben folgend, allerdings auf der linken Seite. Diese Alben zeigen häufig Lalliers persönliche Unterschrift und zuweilen sogar sein Porträt auf der Titelseite.

Ob er selbst Briefmarken sammelte, ist nicht belegt, ist aber wohl anzunehmen, zumal er in der im Januar erschienenen zweiten, revidierten und überarbeiteten Auflage schrieb: Baillieu zu Dank verpflichtet sind. Lallier auch eine Ausgabe seines Albums in spanischer Sprache herstellen. Er nutzte für die Übersetzung die dritte Auflage der französischen Ausgabe. Das Album bestand aus Seiten. Von allen Lallier-Editionen blieb dies die einzige in spanischer Sprache und da heute nur noch zwei Belegexemplare bekannt sind, gilt es als literarisches Juwel.

Seine Alben sollten später in Frankreich weite Verbreitung finden, spielten allerdings in den 60er-Jahren noch keine bedeutende Rolle. Die Herausgeber sind unbekannt und ein Exemplar ist bis heute nicht belegt, so dass diesem kein Begrün9 E. Requard und Laplante, beide in Paris, werden ebenfalls Albenproduktionen zugeschrieben, wobei die des letzteren ein halbes Jahr nach dem ersten Lallier-Album erschienen sein soll, nur aber ein Imitat war http: Genauere Informationen liegen dem Verfasser hierzu aber noch nicht vor.

Dieses Format blieb bis zur 6. Auflage heraus auf der rechten Seite die Vierecke mit Nummern, denen auf der linken Albumseite entsprechend nummerierte Informationstexte entsprachen. Auflage von erfuhr sogar eine Übersetzung in die holländische Sprache, nachdem bereits zuvor eine englische Ausgabe erschienen war.

Schloss dessen Urheber war. Haas, Lehrbuch der Briefmarkenkunde, Leipzig , S. Dem Autor liegt selbst nur eine 5. Auflage von Seiten, Format ca. Gleiches gilt für das zweite in Deutschland noch nachgewiesene Exemplar 3. Auflage, , das der Bund Deutscher Philatelisten besitzt. Die zweite Auflage kam ein Jahr später auf den Markt, die dritte , die beiden letztgenannten wurden ebenfalls von Julius Kümmel bearbeitet.

Auflage war Julius Kümmel Herausgeber des Albums. Helfer, starb am September , Gustav Wuttig im gleichen Jahr und eine vorerst letzte, nämlich Auflage war zu verzeichnen. Lebensjahr entfernt, in die USA aus, wo sich seine Spuren verloren.

Letzte Urteile des EuGH

Diese Liste erlebte noch eine Neuauflage, also die zweite Ausgabe. Wie kann ich Währung Trading in Indien.

Closed On:

Somit wurde es auch die erste Fachzeitschrift in den USA. Dort sah er die Sammlung von Alfred Moschkau.

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