Mythos Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung an einem Beispiel erklärt

INHALTSVERZEICHNIS.

Ein Betrag von € ¹ genügt, um ein Credit Europe Festgeld abzuschließen. Sie können eine Laufzeit zwischen 12 Monaten und zehn Jahren wählen und erhalten einen Zinssatz von bis zu 1,00% p.a. Mittelständisches Maschinenbauunternehmen als Beispiel. Wir versuchen mal einen anderen Weg: Stellen wir uns ein typisches mittelständisches Unternehmen vor mit ca. 30 Mitarbeitern, das vor gut 30 Jahren gegründet wurde und elektrische Geräte für den Geschäftskundenmarkt herstellt.

Vereinfachtes Ertragswertverfahren

Natürlich erläutere ich dabei auch den technischen Aspekt, möchte aber auch auf alternative Vorgehensweisen bzw. Rot umkringelt ist jeweils der Diskonierungssatz zur Ermittlung des Barwerts also des heutigen Werts der einzelnen Cash Flows:. Und um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht um die Inflation, sondern um die Verzinsung unseres Kapitals die aber natürlich die Inflation mit abdeckt.

Sie haben für uns den gleichen Wert. Umgekehrt funktioniert das natürlich genauso. Nichts anderes passiert in der DCF-Formel. Dazu müssen wir uns zunächst mal die Frage stellen, wovon der Zinssatz eigentlich abhängt.

In welchen Fällen erhalten wir z. Und zwar in genau der erwarteten Höhe. Dem entsprechend ist die Verzinsung dieser Anlagen auch recht gering.

Umgekehrt verhält es sich natürlich bei Aktienanlagen. Wir gehen hier ein höheres Investitionsrisiko ein bzw. Für das Eingehen dieses zusätzlichen Risikos würden wir und alle anderen Investoren auch natürlich einen entsprechend höheren Return erwarten. Das Investitionsrisiko ist übrigens etwas, das aus meiner Sicht und auch aus Value Investor-Sicht vor allem im Business bzw.

Geschäftsmodell des analysierten Unternehmens begründet liegt. Investitionsrisiko ist aber nichts, das irgendetwas mit Marktpreisvolatilität etc. Bewerten wir das gesamte Business, dann schauen wir uns die entsprechenden operativen Risiken an.

Dieses Risiko wird natürlich auf der einen Seite ebenfalls durch die operativen Risiken definiert, auf der anderen Seite aber auch durch den Verschuldungsgrad des Unternehmens. Der durchschnittlich erwirtschaftete Ertrag der vergangenen drei Geschäftsjahre stellt den Jahresertrag dar. Bei bilanzierenden Unternehmen ist der Gewinn aus der Steuerbilanz der Ausgangswert. Wird keine Bilanz erstellt sondern der Ertrag durch Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt, so ist der Ertrag nach der Einnahmen-Überschussrechnung Ausgangspunkt für die Wertermittlung nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren.

Die Ergebnisse der letzten drei Geschäftsjahre sind vor der Durchschnittsbildung um bestimmte Faktoren zu bereinigen. Die zu bereinigenden Faktoren beim vereinfachten Ertragswertverfahren sind nachfolgend exemplarisch dargestellt:.

Hinzurechnungen zum steuerlichen Betriebsergebnis im Rahmen des vereinfachten Ertragswertverfahrens:. Im Gewinn nicht enthaltene Investitionszulagen, soweit in der Zukunft nicht mit weiteren zulagenbegünstigte Investitionen in gleichem Umfang gerechnet werden kann. Sonstige wirtschaftliche nicht begründete Vermögensminderungen mit Einfluss auf den zukünftig nachhaltig zu erzielenden Jahresertrag mit gesellschaftsrechtlichem Bezug soweit nicht bereits im Rahmen der zuvor genannten Punkte berücksichtigt.

Hierunter fallen beispielsweise verdeckte Gewinnausschüttungen aufgrund eines überhöhten Geschäftsführergehalts oder überhöhter Miete. Abzuziehen vom steuerlichen Betriebsergebnis im Rahmen des vereinfachten Ertragswertverfahren sind:. Im Gewinn enthaltene Investitionszulagen, soweit in der Zukunft nicht mit weiteren zulagenbegünstigte Investitionen in gleichem Umfang gerechnet werden kann. Ein angemessener kalkulatorischer Unternehmerlohn, soweit im bisherigen steuerlichen Betriebsergebnis kein angemessener Unternehmerlohn berücksichtigt wurde bei Einzelunternehmen ist das stets der Fall.

Bei den anderen Unternehmensformen ist die Angemessenheit des Unternehmerlohns bzw. Erträge aus der Erstattung von Ertragsteuern Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer.

Sonstige wirtschaftliche nicht begründete Vermögenserhöhungen mit Einfluss auf den zukünftig nachhaltig zu erzielenden Jahresertrag mit gesellschaftsrechtlichem Bezug soweit nicht bereits im Rahmen der zuvor genannten Punkte berücksichtigt. Hierunter fällt beispielsweise eine vergünstigte Überlassung eines Grundstücks des Gesellschafters an seine GmbH. Der Jahresertrag ist mit einem Kapitalisierungsfaktor zu multiplizieren. Ein Rechenbeispiel für das vereinfachte Ertragswertverfahren wird weiter unten in einem Beispielfall zusammenfassend dargestellt.

Das vereinfachte Ertragswertverfahren wird nicht angewandt, wenn das Ergebnis zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führt.

Die Verfahren unterscheiden sich in der jeweiligen Anwendung, beruhen jedoch alle auf derselben Grundkonzeption Grundkonzeption und lassen sich auf ein jeweils anderes Bewertungsverfahren überleiten. Ausgangspunkt für die Unternehmensbewertung ist eine Cashflowbetrachtung. Da danach die Firma nicht mehr existieren würde, spricht man hier dann folgerichtig von einem Liquidationswert.

Ebenfalls sind die Schulden abzuziehen, die aus dem Verkaufserlös des Vermögens abgelöst werden müssten. Der Reproduktionswert beinhaltet daher alle Ausgaben, die der Übernehmer auf sich nehmen müsste, um z. Das gleiche gilt auch für immaterielle Ressourcen, die evtl. Die Bewertung von weit verbreiteten Vermögensgegenständen kann relativ leicht über Marktplätze und Börsen vorgenommen werden.

Bei anderen Werten sollte aber ggf. Das kann mal durch die Ermittlung des Wertes selbst passieren, mal durch Hochrechnung des Buchwerts mit einem bestimmten Prozentsatz oder Faktor. Das könnte dann z. Bei den Sachanlagen wurde geschätzt, dass die Marktwerte ca.

Die Finanzanlagen — z. Bei den Vorräten kommt die Marge zum Buchwert hinzu, die beim verkauf erzielt werden kann — allerdings sind bei den Vorräten auch immer die nicht mehr gängigen Warenbestände abzuziehen.

In der Spalte ganz rechts sehen Sie, welche neuen Werte sich ergeben. Dabei ist natürlich zu bedenken, dass damit die Arbeitsplätze und Ihr Lebenswerk verloren gehen; diese Punkte berücksichtigt das Substanzwertverfahren nicht. Rechnen Sie das Beispiel einmal selbst nach, setzen Sie auch gerne einmal andere Prozentsätze und Marktwerte in die Rechnung ein, damit Sie ein Gefühl dafür bekommen, wie das Eigenkapital auf Ihre Änderungen reagiert.

Und natürlich können Sie das Ganze auch gerne einmal mit Ihrer eigenen Bilanz machen. Ein erster Nachteil besteht darin, dass bei der Ermittlung des Substanzwerts häufig der Fehler gemacht wird, sich stark an der Bilanz zu orientieren. In vielen Unternehmen gibt es aber auch Vermögen, das nicht in der Bilanz auftaucht, z. Patente oder eine eigene Marke. Ein zweiter Nachteil ist, dass der Substanzwert nur die Einzelteile einer Firma bewertet, nicht jedoch den Mehrwert, der aus ihrer Verbindung entsteht.

Ein Unternehmen kombiniert die eigenen Ressourcen, um damit Gewinne zu erwirtschaften. Das wird im Substanzwertverfahren unterschlagen. Es kann aber auch dazu kommen, dass der Substanzwert über dem Ertragswert liegt. Das ist zum einen bei unrentablen Unternehmen der Fall, die im Verhältnis zum investierten Kapital zu wenig Gewinn erwirtschaften. Da es bei der Bewertung grundsätzlich um die zukünftigen Erträge geht, kommt es zu dieser Situation auch, wenn die Übergabefähigkeit der Unternehmung gering ist und daher nicht mehr mit Gewinnen gerechnet werden kann, sobald der Übergeber die Unternehmung verlassen hat.

Zum anderen kommt es bei kleineren Unternehmen häufiger vor, dass der Substanzwert den Ertragswert übersteigt, insbesondere dann, wenn die Firma über Immobilieneigentum verfügt. Letztendlich erschwert der Umstand, dass der Substanzwert über dem Ertragswert liegt, sehr häufig die Nachfolge den Unternehmensverkauf ganz erheblich. Kommen wir nun zum zweiten Wertkonzept. Eine Firma anhand ihrer zukünftigen Gewinne oder besser Überschüsse zu bewerten ist der Weg, den wir heute für den eigentlich richtigen halten.

Denn genau darum geht es dem Erwerber — Ihre Maschinen, Ihren Fuhrpark will er eigentlich gar nicht haben, er kauft Ihre zukünftigen Gewinne. Genauso geht es Ihrem Nachfolger. Damit wird aber auch klar, dass es nicht um die Gewinne der Vergangenheit geht sondern um die Gewinne der Zukunft, denn nur von denen hat der Erwerber ja etwas.

Somit brauchen wir eigentlich — wenn man es richtig macht — eine Planung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz, die z. Das letzte dieser im Detail geplanten Jahre wird dann in die Zukunft fortgeschrieben.

Auf das vereinfachte Ertragswertverfahren gehe ich hier nicht ein, weil ich Ihnen ja zeigen möchte, wie man es machen sollte und nicht, wie man es nicht machen sollte; hören Sie sich aber gerne dazu etwas in der Lexikonepisode zum Ertragswert an. Free Cash Flow Verfahren. Keine Angst, das ist kaum komplizierter als das in Deutschland weit verbreitete Ertragswertverfahren und sieht dann so aus:.

Zunächst planen wir die Entwicklung der Umsätze, wo wir von einer leichten, realistischen Steigerung ausgehen. Sie ändern sich nicht automatisch mit den Umsatzerlösen und werden daher vereinfacht aus den Vorjahreswerten mit realistischen Steigerungsraten weitergerechnet.

Würden Sie allerdings zur Erzielung des oben geplanten Umsatzes zwei Leute mehr benötigen, würden Sie natürlich in dem betreffenden Jahr auch die Personalkosten entsprechend höher planen. Daraus ergibt sich der Zufluss an Zahlungsmitteln aus dem operativen Geschäft, der sog.

Nun berücksichtigen wir noch die Effekte, die aus der Bilanz kommen und die sich in Ihrem Kontokorrentkonto bzw. In Ihrer Kasse bemerkbar machen: Die zukünftigen Beträge müssen wir deshalb auf heute runterrechnen, wir zinsen sie daher ab.

Der Wert heute wird als Barwert bezeichnet. In diesen Zinssatz geht übrigens auch sehr stark ein, wie stark die Inhaberabhängigkeit Ihrer Firma ist. Je höher die Inhaberabhängigkeit, umso höher der Zinssatz.

Im Beispiel haben wir allerdings ein Unternehmen mit sehr geringer Inhaberabhängigkeit, denn die Firma läuft auch ohne Herrn Gruber — seine Abteilungsleiter haben alles im Griff.

Den Restwert nach dem dritten Planjahr berechnen wir als sog. Auch für die Ewige Rente berechnen wir den Barwert, denn auch sie ist ja noch drei Jahre weit weg. Alle Barwerte zusammen ergeben nun den Unternehmenswert.

Allerdings müssen wir davon noch den aktuellen Wert der Finanzschulden abziehen, um zum Wert des Eigenkapitals — hier also ca. EUR — zu kommen. Jetzt kommen wir zum dritten und letzten Verfahren.

Die Bewertung mit Multiplikatoren oder englisch Multiples zeigt, zu welchem Preis ähnliche Firmen gerade am Markt gekauft bzw. Die Unternehmensbewertung mit Multiples ist also schon sehr dicht am Preis und dient dazu, die Bewertungsergebnisse der beiden anderen Verfahren besser einschätzen zu können. Hier liegt die Herausforderung natürlich darin, den richtigen Multiplikator zu finden. Ob Ihre Firma da 5-fache oder das 8-fache Ihres Betriebsergebnisses wert ist hängt davon ab, ob Sie sie mit der richtigen Gruppe von anderen Firmen vergleichen.

Im Internet finden Sie verschiedene Aufstellungen von Multiplikatoren, so z. Auch hier muss man allerdings wieder die Finanzschulden s. Das kann tatsächlich sein — was bedeutet das aber?

Unternehmensbewertung nach IDW S1

Das verringert den Unternehmenswert — also Obacht, auf welcher Seite des Ladentisches man steht, bevor man diese Vereinfachung vornimmt.

Closed On:

Dabei ist natürlich zu bedenken, dass damit die Arbeitsplätze und Ihr Lebenswerk verloren gehen; diese Punkte berücksichtigt das Substanzwertverfahren nicht.

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